Freitag, 24. Dezember 2010

türchen vierundzwanzig

hinter türchen vierundzwanzig verbirgt sich noch ein zettel, gefunden an einer hauswand.



die moral des zettels: bitte geht, fahrt und seid mehr als vorsichtig heute und in den nächsten tagen.

meine freunde, ich wünsche euch ganz normale weihnachten.
dass sie so ganz genauso sind wie immer.
und noch ein bisschen segen dazu.

ich hoffe, der adventskalender hat euch gefallen. danke an alle, die mitgemacht haben.

ich mach jetzt erstmal eine kleine blogpause.
aber ihr hört von mir.
bis dann
eure
eva

Donnerstag, 23. Dezember 2010

türchen dreiundzwanzig

hinter türchen dreiundzwanzig verbirgt sich der traurigste tag.

man denkt, das alles bleibt, wie es ist. auch wenn man es besser weiß, ein teil von uns glaubt immer noch daran, dass sich nichts ändern wird. dass man in jedem jahr mit oma und opa um den tannenbaum sitzt und singt.
mein opa konnte alles mit isolierband reparieren. er hat mir beigebracht minigolf zu spielen, beim tennis die punkte zu zählen, und alles andere, was ich wissen muss.
als wir klein waren, haben wir oft bei ihm übernachtet, dann mussten wir abends immer katzenwäsche machen und manchmal durften wir in der blubberbadewanne baden.
an silvester haben wir mit ihm volksmusikshows geschaut und so getan, als fänden wir sie lustig, aber eigentlich wollten wir nur sekt trinken. bei meinem opa gab es ständig sekt.
mein opa suchte immer eine lösung für jedes problem.
er hat den kamin so schön entfacht wie sonst niemand.
was hänschen nicht lernt, lernt hans nimmermehr, hat er uns erklärt. und: es gibt sachen, die gibts gar nicht.
als er jung war, hat mein opa seinem kumpel geholfen durch die lkw-führerscheinprüfung zu kommen, indem er am anfang hinten auf den lkw geklettert ist und beim anfahren am berg raussprang und einen großen stein hinter den reifen gelegt hat.
als er jung war, war er im fußballverein von seinem dorf.
mein opa wollte immer schifferklavier spielen lernen.

an dem geschichtenerzählnachmittag hat er mir von einem mann erzählt, dessen vater im sterben lag. der sohn sollte die fensterläden auf, und dann direkt wieder zu machen.
so ist das leben, hat der vater dann gesagt.

ich weiß, er ist bei gott und dass er wieder so viel kraft hat, wie er verdient. aber es ist so traurig. ich kann mir nicht vorstellen, dass ich mal heirate und mein geliebter opa ist nicht dabei.

Mittwoch, 22. Dezember 2010

türchen zweiundzwanzig



erste teilnehmerin des wettbewerbs war t aus w. ein wunderschönes bild.

Dienstag, 21. Dezember 2010

türchen einundzwanzig

hinter türchen einundzwanzig verbirgt sich ein wettbewerb.
wer mir das schönste schneefoto schickt, bekommt einen preis.
einsendungen ab sofort an popeva(at)web(punkt)de.

Montag, 20. Dezember 2010

türchen zwanzig

hinter türchen zwanzig verbirgt sich nicht viel.
ich hätte euch gerne ein foto gezeigt, vom aasee und den trauerweiden, dem nebel und dem weißen schnee, der überall drauf liegt.
aber wahrscheinlich seht ihr selbst auch solche panoramen, wenn ihr aus dem fenster schaut oder unterwegs seit, wo immer ihr wohnt. deshalb braucht ihr kein foto. und außerdem hab ich gar keine digitalkamera.

noch vier tage bis weihnachten. die spannung steigt.
ich hab heut mein outfit für heilig abend fertig gestellt (die strumpfhose gekauft) und freu mich jetzt noch mehr aufs fest. die ersten geschenke sind verschenkt (an meine lieben pippi langstrumpf mädchen). die gebrannten mandeln schmecken senationell (danke m). ich hatte heute besuch (das war toll du schwedin). das fabelhafte wochenende steckt mir noch in den knochen, das hätte einfach nicht besser laufen können (basteln, waffeln, schnee bestaunen, zug fahren, musikmachen, wg-party, frühstücken, flug buchen, weihnachtsessen, bescherung, pippi, zu dritt in einem bett schlafen). und wenn man sogar montags glücklich und zufrieden ist, dann hat man keinen grund sich über das leben zu beschweren.

ich wollte noch ein zitat von pippi viktualia posten, ich fand so viele ihrer sätze gut. aber jetzt hab ich alle wieder vergessen.




Sonntag, 19. Dezember 2010

türchen neunzehn

hinter türchen neunzehn verbirgt sich das ergebnis eines schönen abends (gestern) in einer schneehütte irgendwo im wald. bei ein paar netten zwergen. wo der pizzabringdienst anschiebhilfe braucht, um wieder wegzukommen und es keine heizung gibt. dafür aber m und j und mich und jede menge flohmarkt- und sperrmüllinstrumente, semiprofessionelle mikros, geklaute mischpulter, ausgeliehene kabel und anderen kram.

ein sleepwelllied, das ich für meine liebste sarah geschrieben hab.
janne/chromonika
malte/gitarre
effi/singsang und glockenspiel

viel spaß und schlaft gut heute nacht.
einen schönen vierten advent.

Samstag, 18. Dezember 2010

türchen achtzehn




denk ich manchmal wenn mir morgens wieder gar nichts zum bloggen einfällt.
aber es sind noch sechs tage und das schaff ich jetzt auch noch. außerdem passiert ja dann im laufe des tages doch immer irgendwas. den zettel fand ich auf dem schreibtisch von j, deren zimmer ihr im hintergrund seht.
womit sie aufhören will weiß ich auch nicht so richtig.

Freitag, 17. Dezember 2010

türchen siebzehn

hinter türchen siebzehn verbirgt sich eine kleine unterhaltung am rande der bushaltestelle. ich weiß jetzt, dass diese lady ihre geldscheine in der krempe ihrer selbstgestrickten mütze transportiert, dass ihre enkelin klara heißt und keyboard spielt, sie heute beim frisör war, in welchem vorort sie wohnt, in welcher straße ihr haus steht, wo sie aussteigt, mit welchen bussen sie sonst so fährt, dass ihr mann orgel spielen kann und sie leider kein instrument, dass sie und alle anderen heute morgen aus dem bus aussteigen mussten, weil der zu beladen war, um auf dem glatteis anzufahren, das klara letztes jahr an heilig abend noch was vorgesungen hat aber dieses jahr keyboard spielen wird und noch rund eintausend anderer interessanter fakten.
und dann sagt sie irgendwann, frustriert, weil der bus einfach nicht kommt, wegen dem glatteis und dem ganzen schnee, wegen den scheeräumautomännern, die zuhause geblieben sind und wegen der kälte in den füßen, dann sagt die lady mit der strickmütze voller geld:

"jetzt reichts. jetzt beschwer ich mich bei petrus."

aber ich weiß nicht ob sie recht hat, ob es schon reicht. noch ein paar tage mit vätern, die ihre kinder auf schlitten durch die innenstadt ziehen, mit studenten, die den einzigen hang in münster auf plastiktüten runtersausen, mit seminaren, die ausfallen, mit gesprächen, die nur entstehen, weil man nichts anderes zu tun hat außer warten, mit dächern, die so weiß sind, dass man sie nicht vom himmel unterscheiden kann. noch ein paar von solchen tagen können nicht schaden.

Donnerstag, 16. Dezember 2010

türchen sechzehn

hinter türchen sechzehn verbirgt sich ein fabelhafter zettel, den meine freundinnen t und c in einem treppenhaus gefunden haben. in meiner ersten popevamail ist er zu mir gekommen. ein wirkliches adventsgeschenk. grade jetzt, wo ich nämlich ein bisschen in ideennot komme. von wegen jeden tag irgendwas bis heilig abend. das ist ganz schön viel druck. da herrscht manchmal



in meinem kopf.
küsse und grüße nach w zu den lieben menschen dort. <3

Mittwoch, 15. Dezember 2010

türchen fünfzehn

hinter dem türchen nummer fünfzehn in unserem familien internen nette-geste-adventskalender verbirgt sich heute mein vater.
statt blumen oder e-karten widme ich ihm den heutigen blogeintrag. deshalb dürft ihr ausnahmsweise an der internen aktion teilhaben.

lieber papa,
danke, dass du glühbirnen für mich kaufst, mir deinen humor vererbt hast, das auto immer sicher fährst, mich mit buster keaton bekannt gemacht hast, mir den weg erklärst wenn ich mich unrettbar verfahren habe, ständig bei allen formularen hilfst und immer alles richtest.




PAPA! :)

Dienstag, 14. Dezember 2010

türchen vierzehn

hinter türchen vierzehn verbirgt sich ein nummernschild aus holland.
hätte auch gut hinter das neunundzwanzigste türchen
gepasst, aber das gibbet ja gar nicht. gott sei dank.
es ist so schon hart genug.


Montag, 13. Dezember 2010

türchen dreizehn

hinter türchen dreizehn verbirgt sich ein adventswitz.
treffen sich zwei rosinen.
sagt die eine zur anderen.
wieso hast du denn einen helm auf.
sagt die andere:
ich geh später noch in den stollen.

danke an f für diesen unglaublichen witz!
:)

Sonntag, 12. Dezember 2010

türchen zwölf

hinter türchen zwölf verbirgt sich was feines. ein schöner, leider schlecht abfotografierter zettel.
extra für euch, weil ich euch lieb hab.





wer marco ist, wer seinen namen aufgeschrieben hat, warum auf einen rosa zettel, wem die telefonnummer auf der rückseite gehört, warum das m dicker ist als das arco. ich habe keine ahnung. aber ich weiß, dass das hier einer der letzten schlecht abfotografierten zettel sein wird.
weil ich nämlich mein weihnachtsgeschenk gestern ausgesucht hab.
den tollsten aller dritten adventssonntagen wünsche ich euch.

Samstag, 11. Dezember 2010

türchen elf

da hinter verbirgt sich nichts.
ich hab heut keine zeit zum bloggen.
weil ich spazieren, scrabbeln, laufen, glühwein trinken und so was machen muss.

Freitag, 10. Dezember 2010

türchen zehn

hinter türchen zehn verbirgt sich BEGEISTERUNG.
einmal natürlich über den klickkalender und darüber, dass er jetzt so ist, wie ich ihn mir vorgestellt habe.
24 freie felder.
24 tage bis weihnachten.
24 mal klick.
so funktioniert das.

ansonsten bin ich davon begeistert, dass man auf kino.to die dritte staffel von everwood in perfekter qualität gucken kann, von schönen, dicken schneeflocken, von feuerzangenbowle, glühwein und wunderkerzen, von einem abend mit glockenspiel, mundharmonika und gitarre, von dicken tamburinverkäuferinnen auf weihnachtsmärkten, von kartentricks und mensch ärgere dich nicht, von nachts betrunken über die promenade radeln, von glücklichmachenden sms kurz vorm einschlafen, von leuten, die sagen, dass sie meinen blog lesen, von secondhandläden mit perfekten norwegerpullovern (20€, kommt nach münster!) von plänen, die was mit riesigen rucksäcken und den semesterferien zu tun haben, von plänen, die was mit wellness und nächsten montag zu tun haben, vom ausschlafen, von lotta aus der krachmacherstraße, vom wochenende, das schon wieder vor der tür steht und davon, dass buchsendungen in england ankommen und dort auch begeisterung auslösen.

weihnachten macht glücklich! euch auch?

Donnerstag, 9. Dezember 2010

türchen neun



hinter türchen 9 verbirgt sich ein schnappschuss der mich inspiriert hat.
und ich sammel jetzt schon mal vorsätze fürs neue jahr. einer davon ist:
in 2011 will ich mehr
machen.
nicht immer nur denken planen ausdenken
sondern mit einer kamera in der hand aufs skateboard steigen.
das war jetzt natürlich metaphorisch.
was sind deine vorsätze?


foto by shila wine in k.

Mittwoch, 8. Dezember 2010

türchen acht

hinter türchen acht verbirgt
sich eine rüge.
wie könnt ihr denn
meinen klickadventskalender
so misshandeln?
zuhause könnt ihr auch nicht
einfach die schokolade
aus dem 18. türchen essen,
wenns erst der 6.
dezember
ist.
entschuldigungen
werden natürlich angenommen,
weihnachten
ist ja das fest der
liebe.

Dienstag, 7. Dezember 2010

türchen sieben

hinter türchen sieben verbirgt sich ein einblick in meine studiererei.
wen das nicht interessiert, muss es nicht lesen. aber für meine ältere schwester, die sich sogar für akronyme begeistern lässt und mir mitten in der nacht eine sms schickt, weil sie wieder eins gefunden hat ("ufo") kommt hier das neuste aus der germanistik.
eine kleine auswahl der beispielsätze aus dem aktuell zu lesenden kapitel meines germanistischen einführungsbuches.

kein witz.


  • peters traumhund hat wuscheliges lila fell mit weißen punkten und heißt milka
  • udo möchte mit einem italiener zusammenziehen
  • der kleine toaster besuchte seine elektrischen freunde im badezimmer
  • rudi hat den ball geküsst
  • und
  • susi glaubt, dass alle kinder in der klasse helmut heißen

?

wenn man sich schon so komische sätze ausdenkt, können die menschen darin nicht wenigstens normale namen haben? und warum will udo mit einem italiener zusammenziehen? oh mann. von ernsthaften studieren kann in diesem buch wirklich keine rede sein.

übrigens hab ich dir vorgestern auch eine sms geschickt ("azubi") hast du die bekommen liebe schwester?

Montag, 6. Dezember 2010

türchen sechs teil zwei

hinter türchen sechs hat sich doch noch mehr versteckt.
die sonne zum beispiel. und ein pünktlicher bus. une ein schöner spaziergang durch den schnee zum schloss. und ein nikolauswunder. hier kommt das wunder in allen einzelheiten:
ich stapfe also zum hörsaal meiner vorlesung, ein bisschen deprimiert von diesem tag und in jack johnson sommer musik versunken. ich krieg eigentlich gar nichts von dem mit, was um mich rum passiert. plötzlich hör ich meinen namen und schau mich um und sehe noch margaretes roten schal vorbeisausen. sie hat sich beim radeln mit ihrer freundin unterhalten und genau in dem moment, als sie mich überholt hat, meinen namen gesagt. was anderes hätte ich nie mitbekommen. man kennt das ja, das lieblingswort des menschen ist der eigene name. und so eingemummelt in wintersachen wie ich war, hat sie mich natürlich auch nicht gesehen.
und so bin ich meiner margarete kurz hinterhergelaufen und konnte sie drücken, weil sie warten musste, das der bus weiterfuhr, der grade vor ihr gehalten hatte. und das hat meinen tag dann gerettet.
das war mein nikolaus wunder, sie hätte jedes wort sagen können, als sie grad vorbei gefahren ist und ich wäre weitergelaufen ohne aufzusehen. aber es war anders. :)

türchen sechs

da verbirgt sich ein grauer, kalter montag hinter. und das nikolaus ist bringt einem auch nichts, wenn die stiefel auf einem wohnheimflur stehen, der nach reis riecht. ich hab den adventsblues. ich will jetzt endlich weihnachten, bescherung, fondue und weihnachtslieder singen und plätzchen essen. wieso dauert das bloß solange bis zum 24.?
habt ihr schon geschenke besorgt?

Sonntag, 5. Dezember 2010

türchen fünf


hinter türchen fünf verbirgt sich mal ein zettel. schließlich ist das hier ja ein zettelblog.



so ist das in einem internationalen studentenwohnheim. manches versteht man aber das meist nicht. ich hoffe, ihr habt einen schönen sonntag, ohne wäsche und mit einer tollen zeitschrift. macht es euch gemütlich. einen schönen zweiten advent allerseits!

Samstag, 4. Dezember 2010

türchen vier

hinter türchen 4 verbirgt sich meine aktuelle lieblingsband mit meinem aktuellen lieblingslied. holt eure rasseln raus und pfeift mit.

Freitag, 3. Dezember 2010

türchen drei

hinter türchen drei verbirgt sich ein gedicht. selbstverfasst. :). an einem verschneiten abend im dezember, an dem mich die muse geküsst hat. so nennt man das doch. jedenfalls ist das gedicht keine meisterleistung, aber ich finde, dass schlechte gedichte dazugehören. wer selbst eins schreiben und zum adventskalender beitragen will, schicke es an popevaatwebpunktde. jetzt gehts los.


fensterbank
kakao in der hand
blick durch das glas raus
sieht gut aus
ein schneeräumauto kommt vorbei
und macht die straße frei
hey mach ne sause
bleib zuhause
lass die scheiße
lass das weiße
dann bleiben die leute daheim
sind mal ein bisschen allein
können denken oder träumen
haben zeit aufzuräumen
außer dem
kannst du nicht sehn
die weiße welt ist ne schöne
der schnee schluckt die töne
die luft ist klar
und regen ist rar.
ich weiß dass dir kalt ist
dass schneeweg dein job ist
schneeräumautomann
fang zu wenden an
fahr heim zu deinen rotwangigen kindern
lass den schnee mal ein paar leben behindern.
autofahrer steigen dann um
stapfen im pulverschnee herum
die uni macht dicht
shopping geht einfach nicht
dann stoppt die hektikzeit
tauscht mit gemütlichkeit
mit geschenkbastelei
und keksnascherei
mit lesestunden
und scrabblerunden
und eventuell kommt dann
auch der advent hier an.

Donnerstag, 2. Dezember 2010

türchen zwei

hinter türchen nummer zwei verbirgt sich ein


DANKE MAMA

Mittwoch, 1. Dezember 2010

türchen eins

hinter türchen eins verbirgt sich eine geschichte.

meine oma war früher mal ein mädchen. sie hat meinen opa kennengelernt, als er in der sonntagsschule ärger bekommen hat, weil er seinen vordermann mit einer nadel in den po gepiekst haben soll. was er nicht getan hat. echt nicht. später dann musste sie einmal mit dem fahrrad zu einem bauernhof fahren und etwas abholen, ich glaube einen braten, aber ich kann mich nicht mehr genau errinnern. auf halber strecke zum hof hatte sie einen platten und musste ihr rad schieben. mein opa stand in der tür seines hauses. aber meine oma hatte nicht die courage ihn um hilfe zu bitten. so hat sie den ganzen weiten weg geschoben.

das war früher, vor dem krieg und vor der wende, bevor es computer gab. wirklich sehr lange her.

und am ersten advent in diesem jahr, an dem es computer und mountainbikes und den ganzen schnickschnack gibt, sind es immer noch die beiden. sie sitzen mir gegenüber in einer wohnung am rhein und erzählen solche geschichten. den rhein seh aber nur ich, den sieht man, wenn man am tisch sitzt, nur von einem stuhl aus richtig gut. dort darf derjenige sitzen, der am längsten nicht mehr zu besuch war.

ich will da nie mehr sitzen auf diesem stuhl.

meine großeltern haben ein ganzes leben geteilt. von der sonntagsschule bis zu den herztabletten. nichts spektakuläres. außer, dass es doch etwas spektakuläres ist.

wir enkelkinder wollen immer was besonderes. wir sind globetrotter und internetuser, wir haben facebookfreunde auf der anderen seite des planeten und machen schüleraustausche in den staaten. unsere gedanken schweifen in die ferne. das glück liegt in auslandsemestern, in großen städten, weit entfernt, im abenteuer. langeweile ist das schlimmste, das schrieben wir schon als kinder immer bei "mag ich nicht" in freundebücher. wenn es schwierig wird, brechen wir ab, werfen das handtuch. wir dürfen nichts verpassen, wir müssen alles ausprobieren. denn wir haben alle möglichkeiten. manchmal wünschte ich, es wäre anders.

dieser letzte absatz ist ein bisschen chaotisch. so ist das leben heute.