Montag, 22. April 2013


überall gibt es salat und überall gibt herzen. danke liebe t aus b. 

das hier


davon erzählen wir unseren kindern mal später. ich werde nicht von hausarbeiten erzählen oder von referaten, nicht mal von transkripten. ich werde nur an blumenkleider und lange röcke denken, an bunte blusen und wilde abende, an filme an der hauswand und den kanal und laue nächte und grölend fahrrad fahren und bier trinken und reden im specops und an die katzen, ich werde daran denken, wie wir das wochenende gefeiert haben, auf kosten der woche und wie wir auf der bordsteinkante saßen, kaffeetassen in der hand und in die sonne gegrinst haben. ich werde an die frau denken, die vorbeikam und fragte, ob wir das schön finden, dort auf dem boden vor ihrem haus zu sitzen. und ich werde ihr immer wieder in gedanken sagen, ja, ich finde das schön, ich finde das sogar sehr schön. ich werde daran denken, wie wir über diese fotos von der letzten party gelacht haben, arschmüde waren wir, wir saßen auf lis' sofa und sind fast runtergefallen vor lachen. und auch wenn alles den bach runtergeht und die zukunft neblig aussieht und alle am ende sowieso immer getrennte wege gehen, wie sagt p so schön. im leben gibt es viele zeiten, das hier sind die guten.

Donnerstag, 18. April 2013

was reimt sich auf baguette?



ich weiß, so ein von einer maschine bedruckter zettel gehört hier eigentlich nicht hin. den hat mein papa unterm alten wohnzimmerboden gefunden. auf der rückseite steht, wer ihn verlegt hat. aber das ist privat. aber sagt mal 10 mal parkett, das ist ein ganz komisches wort.

Sonntag, 14. April 2013

Freitag, 12. April 2013

four

foto: four // tom leslie mikus 

das hier ist einer meiner lieblingsmenschen mit großem talent, welches er ganz unwissend und demütig nur dazu benutzt, um reisen zu dokumentieren und dessen fotos dann immer lange geschichten erzählen und mehr einfangen als sie abbilden und irgendwas mit mir machen. das hier ist eine blog-empfehlung für wenn inspiration fern und die letzte reise zu lange her und die welt hässlich und langweilig erscheint. wenn ihr die fotografien mögt, schreibt ihm alle mal eine fanmail, damit er endlich merkt, wie gut er ist. 

Sonntag, 7. April 2013

es muss weitergehen.

es gibt sie noch, evapopeva, sie ist noch da, sie ist überschattet von großen dingen, von drama und musik, von chaos und wahnsinn und eisessen, flugzeugen und träumen, sie ist abgelenkt und sie wird beansprucht und ehrlich gesagt, sie lässt sich nur zu gerne von allem abhalten, sie beginnt neue dinge und kann die alten noch nicht loslassen, sie ist sich unsicher wie nie, auf ganz neuen ebenen ist sie sich unsicher, sie vermisst strasbourg, sie hat gemerkt, wie schön die stadt war, der fluss, die brücken, die cafes, sie vermisst es, eine stadt zu erobern, sie hat angst vor dem bekannten alltag, der morgen beginnt, sie fragt sich und zweifelt, genießt und hofft und bangt. sie bangt viel. meistens lohnt sich das warten, immer lohnt es sich, überhaupt zu warten, denn was wichtig ist und was nicht, das zu wissen macht sie gelassen, zu wissen, dass ihr nichts passieren kann, das hat sie daher, wenn sie sich klarmacht, was oben steht auf jeder seite, was die überschrift ist. sie ist also noch da, wenn auch vielleicht transformiert oder, wie könnte man das sagen, sie ist tatsächlich eigentlich mehr da als vorher, wenn das sinn macht. als beweis ein zettel, wie in guten alten tagen, wie in den semestern vor dem letzten semester, in dem ich ausgestiegen bin aus allen alten kleidern, nur um jetzt wieder in die alten kleider einzusteigen, und dabei zu merken, dass ich nicht mehr reinpasse, dass ich neue kleider brauche, für neue anlässe und neue wagnisse. lange rede kurzer sinn. ein einkaufszettel von einem guten alten freund. do you consider this as poetry? das hat er mich dazu gefragt. ja antworte ich. badewanne schaum. majo. natürlich ist das poetry. 



Montag, 1. April 2013

actionplan.

darüber schreiben, wie alte menschen sich fühlen müssen, wenn sie wissen, man kann nicht mehr überall hin. darüber, dass man sich überlegen muss, was man machen will, weil man nicht unendlich viel zeit hat. dass gefühl, dass man noch lebt, aber nicht mehr nach berlin kann. darüber schreiben, dass eheringe länger leben als menschen, etwas darüber schreiben, dass schwestern wahrscheinlich immer deine engsten verbündeten sein werden, darüber schreiben, dass der punkt kommt, an dem man anfangen muss, alles ernst zu nehmen, etwas über kunst, etwas über freiheit, etwas über das gefühl, aufgeben zu wollen, über die angst, die von innen beschleicht, außerdem etwas über angst, die außen lauert, etwas über heimat, etwas über fremdheit, etwas über die gleichheit, die herrscht, etwas über muster, etwas über das linke, etwas über gedankenexperimente, etwas über eifersucht, etwas über fragen und über erlösung. über etwas schreiben, was erfunden ist, etwas schreiben, was gar nichts ist, außer dass, was man darüber schreibt, etwas über phantasie, etwas darüber dass man sich selbst etwas sagen kann und was das über mich sagt und über denjenigen, der mir etwas sagt, etwas über entscheidungen und über die zeit, viel über die zeit, ein buch über die zeit, ein buch mit unendlich vielen seiten, ein buch was so funktioniert wie die zeit, ein buch, das vergeht, ein buch, das man nur einmal lesen kann und dann nie wieder, ein buch, dessen wörter sich löschen, in dem moment, in dem das auge es erblickt, etwas schreiben, dass nicht unbedingt sinn ergibt, was nicht für den sinn gedacht ist, sondern für etwas anderes, poesie schreiben, etwas darüber, dass alles vergeht, etwas darüber, dass alles wächst, etwas über den moment vor dem gefühl, etwas über nichts und etwas über etwas, darüber schreiben, wie es ist, nichts zu schreiben, darüber schreiben, wie sich leere anfühlt, darüber, was bedeutung ist. etwas schreiben, was zu groß ist, etwas schreiben, das roher und realer ist, als erlaubt, nicht schreiben wie jemand anders, darüber schreiben, wie es eigentlich ist, über das eigentliche schreiben.