Freitag, 25. November 2011

grundsatzentscheidung

mit dem blog ist das so eine sache.
vielleicht sollte ich damit aufhören.
wenn menschen ihn nachts von ihrem kumpel vorgelesen bekommen und sich selbst überraschenderweise darin entdecken und dann am nächsten morgen in mein zimmer platzen und ganz süß gucken und ohhhhh sagen. das ist ja noch schön. aber wenn menschen ganz seltsam meinen, sich zu entdecken. oder meinen, sie wüssten jetzt etwas über mich und dann noch interpretieren und dann sogar vielleicht nicht mögen, was sie lesen und anfangen mit diesen worten argumentieren, ich mich rechtfertigen muss und mich erklären und aufklären, was ich meinte und wie ich es meinte. nein. so funktioniert das nicht.
plan a:
ich werfe das handtuch.
plan b:
das hier ist ja immer noch mein herz, was hier steht. das wird nicht gefiltert, das wird nicht verkleidet, und ich check auch nicht jedesmal, ob es überhaupt mit der realität übereinstimmt, bevor ich schreibe, was ich denke. meistens ist das nicht der fall.
aber das muss es ja auch nicht. das hier ist keine zeitung, das hier ist noch nicht mal irgendwas richtiges. das hier sind nur ein paar wörter aus meinem kopf. und vor allem ist das sowas wie kunst.
soll ich die kunst sein lassen, damit sich niemand verletzt fühlt oder vor den kopf gestoßen. oder einfach damit das, was ich denke, in meinem kopf bleibt, weil es da draußen ja auch gar nichts zu suchen hat, in den weiten der welt?
hier mischen sich poesie und angst, berechnung und enthusiasmus, impulsive gedanken, ästhetischer anspruch und hormonelle glücksschübe zu einem unverlässlichen brei. aber du musst ihn ja nicht auslöffeln, wenn er dir nicht schmeckt.

ich würde mich entschuldigen, dass ich menschen als inspiration benutze für meine texte, für meine lieder, für meine kunst in jedem sinne. und sie sich dann wiederfinden und manchmal nichts verstehen.
aber das macht keinen sinn. hat sich picasso bei irgendwem entschuldigt? oder lykke li, entschuldigt die sich bei irgendwem?

freut euch einfach. es ist doch bald weihnachten.

Sonntag, 20. November 2011

stück von mir

wieder ein tag. wo ich eigentlich ins schwimmbad will und es doch nicht tue, weil es in der küche wärmer ist als draußen. und alles was ich vom leben brauche mich umgibt. kaffee und kuchen, musik und licht, errinnerungen und pläne, fließendes wasser und was zu schreiben. ein mensch zum reden, dem ich erzählen kann, was ich will. das gefühl, was zu verpassen ist weg. das gefühl, nicht genug zu erleben, auch. sowieso, keine komischen gefühle.
und dann emails zu bekommen, von menschen die mich herausfordern und mir große, schöne namen geben und an mich glauben. der wahnsinn.

und k, die gestern mit mir das land verlassen hat, um bonbons zu kaufen und im zug zu lesen, während ich auch lese und heute hier mit mir sitzt und immer zu allem was ich vorschlage, träume oder laut überlege: mach doch! sagt. du machst mir spaß.

ich hab das gefühl ich tue die ganze zeit gar nichts, weil es sich nicht wie etwas tun anfühlt wenn ich sachen machen, die mein leben so machen, wie ich es mir vorgestellt habe.

mein rad an eine fremde verleihen.
im fyal von jemand besonderem ein küsschen auf die wange bekommen.
auf dem balkon sitzen und filme gucken, in denen so herrlich wenig passiert, das man dabei so richtig runterkommen kann und wenn man lacht, lacht man aus tiefsten herzen, nicht aus schadenfreude oder ekel oder aus einer der anderen gründe, die hollywood uns heutzutage zum lachen hinstellt.
muckelig erfinden: etwas, was ich schon immer träume, wahr werden lassen.
zusehen, wie muckelig explodiert.
in düsseldorf theater anschauen und so gerührt sein, dass mir manchmal die tränen kommen, wenn ich an die szene denke, in der hamlet ophelia immer wieder wegstößt.
in köln laura marling sehen und sie lieben, nicht nur verliebt sein in eine musik, sondern mehr. sie verstehen. ihr wert geben. sie brauchen. weil sie im zentrum meiner sehnsucht steht. nach musik, wörtern, england, natürlichkeit, gemeinschaft, nach ohne show leute berühren und ehrlicher schwäche.
mit neuen und doch schnell vertrauten menschen träumen und reden und zu hoffen.
und dann hab ich zwischendurch einfach das bedürfnis, singen zu müssen und das liebe ich auch.

so vergeht mein leben, ohne ergebnisse, ohne noten oder erfolge. ohne sichtbare steigerung meines wohlbefindens. weil ich mir nichts kaufen kann von meinem glück, von dem guten.
aber weil ich es sowieso mit niemandem vergleichen will, macht mir das rein gar nichts aus.

wirre gedanken.
ich hoffe, sie inspirieren vielleicht irgendwen.
wenn nicht, auch nicht schlecht. wer sagt, das alles einen sinn ergeben muss?

Donnerstag, 17. November 2011

Morgen, Sie!


vor lauter muckeln vergesse ich, den balkon zu gießen und zettel zu finden. gut, dass meine schwestern und mein neuer bruder für mich mitdenken.

Samstag, 12. November 2011

muckelig

heute abend beginnt die reise.
ich hoffe, sie führt nirgendwohin, vielleicht ein paar mal im kreis und dann bleiben alle stehen und schauen sich verwundert an und reißen die augen auf und schütteln langsam mit den köpfen.
ich pack jetzt meinen roman, mein songbook und mich ein und fahr ins muckelig land.
wir sehen uns.

Mittwoch, 2. November 2011

freundschaft plus







"Das Fundstück, das ich dir sende, lag bei meiner Behausung in der Nähe auf dem nackten Asphalt. Ich hoffe, die braune Jacke wird trotzdem abgeholt, obwohl ich den Hinweis entwendet habe. Vielleicht solltest du ihn über den Missbrauch seines Zettels in Stand setzen."

ICH HAB SO COOLE FREUNDE.