ich bin gekommen, um zu kentern und mich wieder aufzurichten, um jede krankheit einmal zu haben, um nächte wach zu sein und tage zu verschlafen, ich bin gekommen, um jeden tag einmal aus der puste zu kommen, ich bin gekommen, um mal zu jedem arzt zu gehen, ich bin gekommen, um jeden schmerz einmal zu fühlen, ich bin auch gekommen, um mich über jede ungerechtigkeit 90 sekunden lang aufzuregen, ferner bin ich dazu gekommen, zu singen, weil ich es gerne mache, ich bin gekommen, zu rennen, weil ich es kann, ich bin gekommen, um zu schreiben, weil ich einen kopf habe, ich bin gekommen, um zu lesen, weil es andere köpfe gibt, ich bin gekommen, um eine welt zu ergründen, die unergründlich ist, aber von der menschheit als ergründbar vorgestellt wird (so tue ich, als nähme ich sie ernst, die wissenschaft, ja, ja, das war die und die epoche und ihre merkmale sind folgende und das war der autor und der steht für politische lyrik, ich nicke das ab, ich verstehe, wie die menschen alles verstehen wollen, wie man will, dass man über viele jahre ein kapitel in einem buch schreiben kann, was 2004 erscheint), und vor allem bin ich gekommen, um von nichts irritiert zu sein, um niemals zu denken, so ist die welt, so ist die zeit, so ist mein herz, so ist mein wille, so ist gott, so sind die menschen, ich bin gekommen, um alles kennenzulernen, von jeder seite zu betrachten, ich bin gekommen, um die wahrheit auszusprechen, die ich für aktuell erachte, wissend, dass ich mich nicht darauf verlassen kann, wissend, das glauben das einzige ist, was mir bleibt, ich bin gekommen, ich bin gekommen, um zu jemandem zu werden, der denkt und etwas beiträgt, jemand, der die welt gestaltet, wenn auch nichts neues, immerhin etwas, aus dem, was die welt mir anbietet oder vielmehr, was ich mir von ihr nehme, wie gesagt, ich bin gekommen, um zu lesen, mir dadurch zu nehmen, was ich wissen muss, was ich fühlen muss, zu ergründen, was vor mir gedacht wurde, was neben mir gedacht wird, ich denke immer öfter, man muss nur ein buch gelesen haben, um zu verstehen, das alles delikat ist, heilig und hochkomplex und dass wir alle uns ähneln und uns alle unterscheiden, man muss nur ein buch lesen, oder eine reise machen, man muss nur einmal die augen aufmachen und aufhören, eine meinung zu haben (als könne man eine meinung haben) oder ein bild oder ein prinzip, dann würde man anfangen, vielleicht, statt sich selbst in einem anderen, ein gegenüber sehen zu können, ein leben, man würde den anderen als folge suchen und man würde dem anderen in folge näher kommen, man würde sich währenddessen und wie nebenbei selbst näher kommen und man würde größer werden können, wahrer, mutiger, entschlossener und man würde, jeder für sich, zu einer sammlung an menschen, büchern, orten, ideen und gefühlen werden können, die es dem, der dich ansieht, ermöglicht, in dir zu lesen, in dir zu reisen, in dir zu wachsen, es könnte ein universum enstehen aus zwei sammlungen, die sich suchen und begegnen, in harmonie und streit, es könnte daraus werden eine menge, eine ebene, eine verdichtung von vielfalt und verständnis, nicht nur oberflächlicher art, sondern verständnis für das leben, um das zu lernen, um so zu werden, bin ich gekommen.