Donnerstag, 27. Juni 2013
the opposite of a shadow
"A funny thing sometimes, somebody's music. You get used to it, almost, but you forget that not everybody has this thing, trailing them around. Like a shadow, or maybe the opposite of a shadow..." Tamara Lindemen
ein ganzes leben in einem zettel
goldene farbe ohne lösungsmittel und leichtes beige farbe und plakate aufhängen und wäsche waschen, manchmal findet man zettel, die so sind wie das leben, das ist einer davon, es ist nicht meine to do liste, aber meine sieht so ähnlich aus, mit kästen und ausrufezeichen und fragezeichen und uhrzeiten.
Dienstag, 25. Juni 2013
pläne
ich plane, immer bitterarm zu sein, nur viele freunde will ich haben, reich
an geschichten und narben plane ich zu sein, von pizzablechen und scherben, immer
so glücklich, wie ich jetzt bin, wo ich nichts habe und mich um nichts
sorge, keinen audi, der in die werkstatt muss und keine steuererklärung,
ich werde menschen sehen und ich werde lagerfeuer machen, auch wenn ich
schon ganz alt und langweilig bin, dann werde ich alt und langweilig am
lagerfeuer sitzen und gitarre spielen, nichts anderes will ich. ich werde täglich schreiben, weil ich nichts
anderes täglich tun kann und ich werde arbeiten, richtig arbeiten, so wie ich noch nie
gearbeitet hab, in dem ich tue, was ich am besten kann und soweit grabe, bis
ich nichts besseres hätte schreiben können. ich werde an bahnhöfen stehen und
flugzeugen winken, ich werde im supermarkt singen und im
bus, aus gewohnheit weißt du, ich werde vieles machen und
ich werde alles aufschreiben und über das wichtigste werde ich
singen, und ich werde immer ganz nah an der wahrheit leben, ehrlich mit
mir sein, das ist schwerer als man denkt, aber das werde ich, immer ehrlich mit mir sein, auch wenn es unangenehm wird, darauf werde ich keine rücksicht nehmen. ich werde
mir wieder angewöhnen, beim anblick des meeres alles zu fühlen und ich werde jemand werden, den
man braucht, und ich werde jemand sein, der etwas braucht, ich werde mich
entscheiden zu brauchen,
im richtigen moment, vielleicht jetzt noch nicht, jetzt brauch
ich nichts, aber irgendwann werde ich brauchen und dann wird
es kein zurück mehr geben, du wirst zusehen müssen, wie ich
narben sammle und alle geschichten aufschreibe, wirklich alle, einschließlich der
langweiligsten, die langweiligsten waren schon immer meine stärke, ich bin am besten
in geschichten, in denen nichts passiert, was passieren könnte, das werde ich aufschreiben. du
wirst alles lesen müssen und du musst wissen, dass ich immer arm sein werde, du wirst mit
mir arm sein müssen, fürchte ich.
ich weiß nicht, was genau ich dir sagen soll, aber am liebsten würde ich das alles sagen und alles andere auch, alles was ich noch sagen könnte. unter anderem, dass ich ein altes auto will, ein richtig altes hässliches auto und es ist mir
egal, wie schnell es fährt. wir werden mit dem alten hässlichen auto herumfahren und keine rücksicht auf einander nehmen. wir
werden alles sehen und alles fühlen und alles aufschreiben und dann werden wir vernarbt und
verarmt und ehrlich sterben, naked as we came.
an geschichten und narben plane ich zu sein, von pizzablechen und scherben, immer
so glücklich, wie ich jetzt bin, wo ich nichts habe und mich um nichts
sorge, keinen audi, der in die werkstatt muss und keine steuererklärung,
ich werde menschen sehen und ich werde lagerfeuer machen, auch wenn ich
schon ganz alt und langweilig bin, dann werde ich alt und langweilig am
lagerfeuer sitzen und gitarre spielen, nichts anderes will ich. ich werde täglich schreiben, weil ich nichts
anderes täglich tun kann und ich werde arbeiten, richtig arbeiten, so wie ich noch nie
gearbeitet hab, in dem ich tue, was ich am besten kann und soweit grabe, bis
ich nichts besseres hätte schreiben können. ich werde an bahnhöfen stehen und
flugzeugen winken, ich werde im supermarkt singen und im
bus, aus gewohnheit weißt du, ich werde vieles machen und
ich werde alles aufschreiben und über das wichtigste werde ich
singen, und ich werde immer ganz nah an der wahrheit leben, ehrlich mit
mir sein, das ist schwerer als man denkt, aber das werde ich, immer ehrlich mit mir sein, auch wenn es unangenehm wird, darauf werde ich keine rücksicht nehmen. ich werde
mir wieder angewöhnen, beim anblick des meeres alles zu fühlen und ich werde jemand werden, den
man braucht, und ich werde jemand sein, der etwas braucht, ich werde mich
entscheiden zu brauchen,
im richtigen moment, vielleicht jetzt noch nicht, jetzt brauch
ich nichts, aber irgendwann werde ich brauchen und dann wird
es kein zurück mehr geben, du wirst zusehen müssen, wie ich
narben sammle und alle geschichten aufschreibe, wirklich alle, einschließlich der
langweiligsten, die langweiligsten waren schon immer meine stärke, ich bin am besten
in geschichten, in denen nichts passiert, was passieren könnte, das werde ich aufschreiben. du
wirst alles lesen müssen und du musst wissen, dass ich immer arm sein werde, du wirst mit
mir arm sein müssen, fürchte ich.
ich weiß nicht, was genau ich dir sagen soll, aber am liebsten würde ich das alles sagen und alles andere auch, alles was ich noch sagen könnte. unter anderem, dass ich ein altes auto will, ein richtig altes hässliches auto und es ist mir
egal, wie schnell es fährt. wir werden mit dem alten hässlichen auto herumfahren und keine rücksicht auf einander nehmen. wir
werden alles sehen und alles fühlen und alles aufschreiben und dann werden wir vernarbt und
verarmt und ehrlich sterben, naked as we came.
Freitag, 21. Juni 2013
Donnerstag, 20. Juni 2013
wegbeschreibung
ja, über die qualität kann man streiten. tatsache ist jedoch, dieser zettel hat uns zu einer tram geführt, die zu einem auto, das zu einer autobahn, die zu einem meer und da sind wir dann stehen geblieben. ohne diesen zettel wäre also alles ganz anders gewesen, vielleicht.
Mittwoch, 12. Juni 2013
Samstag, 8. Juni 2013
8.6.13
das war ein schöner tag, unter anderem weil wir basketball
gespielt haben, nicht wirklich, nur ein bisschen, wir hatten einen ball und
einen korb und die schuhe von f. waren die linie auf dem asphalt, von wo man
werfen musste, wir hingen zu viert beim basketballkorb rum und rannten
durcheinander und warfen abwechselnd den ball in den korb, als würden wir das
schon seit jahren so machen, es war traumhaft. ich glaube, weil wir gespielt
haben war das schön, nicht wegen dem sport oder so, wann spielen wir denn je, draußen,
samstags nachmittag, wann hab ich das zu letzten mal gemacht? vormittags, am kanal, sprangen die jungs ins
wasser, wir blieben auf der wiese liegen und lasen unsere bücher. y. findet, er
muss nicht unbedingt duschen, ich finde, ich muss nicht unbedingt interessant
sein, wir müssen alle nicht mehr immer reden, wir müssen nicht mehr immer aufpassen
was wir sagen, wir müssen nicht mehr groß überlegen, mit wem wir unser
wochenende verbringen, weil es irgendwie klar ist, wir müssen auch nicht mehr
viel erklären. dann haben wir heute auch noch meine küche gestrichen, ohne viel
aufsehens, weiß auf nicht mehr ganz weiß, einmal alles aufgefrischt haben wir,
wir können helfen und helfen lassen, für manche mag das leicht sein, für andere
nicht. abends haben wir auf dem balkon gegrillt und dem kran beim stillstehen
zugegeguckt und alle waren zu kaputt zum reden oder lachen, wir waren zu viert
ganz ruhig, die ruhigen sind vielleicht meine lieblingsmomente. Wir können abends
perfekte mojitos mixen, wie gestern, und nachts pulp fiction sehen und im
morgengrauen hasen jagen, auf dem weg nach hause, und dann können wir wieder alle
aufstehen und uns wiedersehen, ohne probleme. wie am dienstag, am see oder am donnerstag bei k., auf dem balkon, wo man sich fühlen kann, wie in der großstadt, mit ein bisschen phantasie, wo die lichterkette aus dem schrebergarten mit den sternen um die wette leuchtet. wir können jetzt fertig und müde und
still sein, rot im gesicht und mit dreckigen füßen, so
sind wir und so können wir sein. nach dem film
gestern, als f. nochmal die kerzen auf dem balkon angemacht hat und wir dort
saßen, ich weiß nicht was lauter war, die frösche oder die autobahn, da ist gar
nicht viel passiert, nur dass es trotzdem ein moment war.
wenn wir ein fahrrad wären oder alle satzzeichen oder die
organe eines körpers, welcher teil jeder von uns dann wäre weiß ich nicht, ich
hab ein paar vermutungen, aber sicher ist, jeder wäre was und zusammen wär es
was und ich mag, was es ist, ohne fragezeichen.
Mittwoch, 5. Juni 2013
Sie sagte
Sie sagt, sie ist ganz erfüllt im Moment, als würde man Fahrradfahren lernen, so fühlt sich alles an, sie sagt, dass sie ihren Platz in der Welt jetzt gefunden hat, dass nur die ihr Musik fehlt, sie will gar keine tollen Kinder sagt sie, mit Fragezeichen und Ausrufezeichen sagt sie das. Dann sagt sie etwas anderes und danach sagt sie: Das war grad so eine Geschichte in meinem Kopf, die keiner kennt. Ich weiß nur, dass ich mich immer gern verliebe, sagt sie in die Stille hinein und seufzt dabei ein bisschen, als wäre das alles, was ihr bleibt, diese Erkenntnis. Dann sagt sie: Ich sperr den doch nicht ein, du kannst niemanden besitzen, es ist mehr so, ich bin die zweite Hälfte, deswegen hab ich Angst, ihn zu verlieren, weil ich dann nur noch eine Hälfte bin. Als ich sie frage, ob es um gewinnen oder verlieren geht, da weiß sie die Antwort auf die Frage, ohne nachzudenken kann sie antworten, ruhig und wissend, sie sagt: bei ihm und mir absolut nicht. Dann kommt er rein und sagt ihren Namen. Und, verlier nicht die Nerven.
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