freunde, es tut mir leid. es gibt keine spannenden zettel in diesen tagen. es gibt gar nichts spannendes. es gibt nur schleim und taschentücher und dampfbäder und eine millionen tabletten und wehklagen.
die decke hat meinen kopf schon eingeschlagen, ich liege in den trümmern dieses zimmers und mir ist heiß ( klingt besser als ich schwitze, das klingt ekelig).
sind aber auch einfach ekelig, diese krankheiten.
ich hab alle youtube videos schon durch und kann nachts nicht schlafen, weil mein körper nicht einsieht, dass es immer immer weiter geht mit dem im bett liegen.
ich schaue mir schwedische modeblogs an und steige langsam richtig durch, wer da angesagt ist und wer nur so tut. ich bin richtig drin in der materie.
ich plane schonmal mein auslandssemester, das ich frühestens in einem jahr planen muss.
ich schreibe tausend lieder, ich übe gitarre, ich singe 2 minuten und huste dann 2 stunden, ich notiere fiebergedanken, die erst cool sind aber später einfach mist, ich trinke tee und esse sachen die nicht im hals kratzen, ich höre musik und beobachte den garten und weine um meine großi, weil ein igel vor der gartentür sitzt und ich an sie denken muss. ich probier lippenstift aus. ich lackiere meine nägel grün. sachen die man in zwei minuten machen kann, wegen meines dreiminutenkonzentrationszeitfensters. und nach den kopfschmerztabletten schaff ich sogar mehr: literaturverzeichnisse, hochzeitsvorbereitungen. mailandschwesterngespräche, sonstige verwandschaftspflege. erstaunlich, für alle diese sachen reichen diese 2 mal 2 meter aufenthaltsfläche dicke. ich weiß gar nicht warum ich sonst immer aufstehe. was für ein gemütliches leben.
verzeiht meinen wahn, es ist das fieber.es ist ganz schrecklich in wirklichkeit. tagelang nur drinnen sein ist grausam. fernsehen ist grausam. internet ist grausam. ganz besonders ist gossip girl grausam. alles grausam. jetzt denke ich an diese hässliche bettwäsche mit dem schaf, ihr wisst schon. und dann denke ich an meine gestreifte bettwäsche, die seit 2 tagen meine zweite haut ist und meine augen werden schwer. ich begeb mich mal wieder in die horizontale.
bis bald.
Freitag, 24. Juni 2011
Montag, 20. Juni 2011
jetzt aber
Sonntag, 19. Juni 2011
Freitag, 10. Juni 2011
joyeuse pentecôte!
schöne musik für die autofahrt hinein in die pfingstferien. oder auch fürs zuhause sein. oder sonstwie. und wer sie kauft unterstützt einen sehr talentierten künstler und sehr netten menschen. keep the times.
Mittwoch, 8. Juni 2011
immer das gleiche
"ihr tut mir doch leid, sagte er, es gibt gar zu viele sanfte, gute, besonders verliebte junge leute, die ordentlich recht versessen sind aufs unglücklichsein. lasst das, die melancholie, den mondschein und all den plunder; und gehts auch manchmal wirklich schlimm, nur frisch heraus in gottes freien morgen und da draußen sich recht abgeschüttelt; im gebet aus herzensgrunde - und es müsste wahrlich mit dem bösen zugehen, wenn ihr nicht so recht durch und durch fröhlich und stark werdet!"
fortunato in das marmorbild von joseph von eichendorff
fortunato in das marmorbild von joseph von eichendorff
Montag, 6. Juni 2011
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