Montag, 31. Dezember 2012
zuversicht
statt wie sonst immer zurück schau ich kurz nach vorn und im nächsten jahr werde ich die welt bereisen und noch mehr von diesen interessante menschen sammeln und weiterkommen und gute platten kaufen und ein bisschen französisch sprechen können und aus versehen schöne fotos machen und kurzgeschichten schreiben und waffeln backen und in cafes singen und muckelig veranstalten und flohmärkte besuchen und tanzen bis zum morgengrauen und ich werde großzügiger und entspannter und netter sein und ich werde irgendetwas sein, was jetzt noch zu groß für mich ist und es wird in jedem fall super werden.
Samstag, 29. Dezember 2012
Samstag, 22. Dezember 2012
whatever.
hiermit erkläre ich den balkon gießen! nicht vergessen adventskalender 2012 offiziell als gescheitert.
die zählung war von anfang an falsch, es fehlen ganze tage und es gibt kaum zettel, armselig, es tut mir leid. ich war abgelenkt, ich war beschäftigt, ich hab klausuren über familiensoziologie geschrieben, in einer sprache die ich nur manchmal kann, abhängig vom tag. aus trotz und scham ziehe ich mich für den rest des jahres zurück, mit ausnahme des silvestergedankens, den bekommt ihr noch. an silvester. vielleicht. ich verspreche gar nichts mehr.
fröhlichste weihachten allen menschen, die das hier lesen. ich hoffe ihr seid nicht zu traurig, dass mein kalender heute aufgehört hat, seht es doch mal so, wenigstens etwas, nach dem ganzen bohei um den 21.12.
gloria in excelsis deo.
die zählung war von anfang an falsch, es fehlen ganze tage und es gibt kaum zettel, armselig, es tut mir leid. ich war abgelenkt, ich war beschäftigt, ich hab klausuren über familiensoziologie geschrieben, in einer sprache die ich nur manchmal kann, abhängig vom tag. aus trotz und scham ziehe ich mich für den rest des jahres zurück, mit ausnahme des silvestergedankens, den bekommt ihr noch. an silvester. vielleicht. ich verspreche gar nichts mehr.
fröhlichste weihachten allen menschen, die das hier lesen. ich hoffe ihr seid nicht zu traurig, dass mein kalender heute aufgehört hat, seht es doch mal so, wenigstens etwas, nach dem ganzen bohei um den 21.12.
gloria in excelsis deo.
Donnerstag, 20. Dezember 2012
6: mein beitrag zur nicht-hysterie
titel: die geschichte einer geschichte
untertitel: rein fiktiv.
es ist nacht und ich wache vom feueralarm auf. obwohl das andauernd passiert hab ich angst und obwohl das andauernd passiert nehm ich nicht
das wichtigste mit raus. was panik angeht, lernt man nie dazu, schnelle entscheidungen kann man nicht üben.
diesmal ist es anders, weil alles voller rauch ist, als ich rauskomme und weil alle mädchen weinen. ich rufe ihn an, mir fällt nicht ein, dass das nicht geht. und mir fällt kein einziger
der gründe ein, warum dass nicht geht, ich vergesse, dass es drei uhr ist, ich vergesse, dass wir uns kaum kennen, keine freunde sind, nicht mal bekannte,
jedenfalls nur im wahrsten sinn des wortes, nicht in dem sinne, wie man es gebraucht, wir sind nichts von all dem, und mir fällt auch nicht ein, dass ich nur
noch ein paar cents guthaben habe, mir fällt generell nichts mehr vernünftiges ein, nur noch wahrheit, ohne stolz und angst, es ist der teil meines kopfes,
den ich normalerweise zum schweigen bringe, der jetzt nicht schweigt, denn hier ist alles rauch und wie gesagt, die mädchen weinen. es brennt sage ich als
das tuten aufgehört hat. wer ist da? wo bist du? sagst du
und du klingst nicht sehr überzeugt davon, dass das die richtigen fragen sind, ich sage nochmal dass es brennt, nicht weil ich keine antworten auf deine fragen habe aber
weil ich genausowenig von ihnen überzeugt bin. dann kommt ein bisschen stille, normalerweise würde ich das komisch finden aber mit dem ganzen rauch finde
ich es sehr normal, ein haus brennt, alles scheint normaler als das. dann sagst du, bist du sicher und ich weiß nicht wie du es meint, es gäbe da mindestens
drei verschiedene arten, wie du es meinen könntest, aber ich sage nur ja und
dann sagst du ruf deine eltern an und bevor ich mich fragen kann, ob ich mir das gut überlegt hab sage ich, kannst du mich bitte fragen, warum ich dich anrufe? und ich betone dabei dich, nicht warum.
und du sagst nein, natürlich, aber du legst nicht auf, denn ein haus brennt und da kann man nicht einfach auflegen. und ich sage es dann trotzdem, weil ich im
übertragenden sinn will dass du herkommst und an meiner tür klopfst und ich mache auf und sage nichts, und du kommst rein und setzt dich schweigend auf
mein bett und ich setz mich daneben und dann sitzen wir da. wenn ich die welt wäre, würde ich morgen untergehen, aus prinzip, einfach nur weil mich keiner
ernst nimmt. wenn ich die welt wäre,
hätte ich besser werbung gemacht für das ende, damit menschen nummern wählen und an türen klopfen und dinge sagen und lippen küssen und alles so wäre,
wie es eigentlich sein soll, weil man panik braucht, um ehrlich zu sein. aber mir ist klar, es bräuchte einen
richtigen weltuntergang um die welt zu retten und das ist die tragik der geschichte. die einzige hoffnung dabei ist, wenn schon nicht die große, dass irgendwann
vielleicht deine welt untergeht, oder meine,
und dann wählt vielleicht irgendjemand irgendeine nummer. die frage ist, lieber mit halbem herzen leben oder ehrlich untergehen. sage ich und lege auf.
untertitel: rein fiktiv.
es ist nacht und ich wache vom feueralarm auf. obwohl das andauernd passiert hab ich angst und obwohl das andauernd passiert nehm ich nicht
das wichtigste mit raus. was panik angeht, lernt man nie dazu, schnelle entscheidungen kann man nicht üben.
diesmal ist es anders, weil alles voller rauch ist, als ich rauskomme und weil alle mädchen weinen. ich rufe ihn an, mir fällt nicht ein, dass das nicht geht. und mir fällt kein einziger
der gründe ein, warum dass nicht geht, ich vergesse, dass es drei uhr ist, ich vergesse, dass wir uns kaum kennen, keine freunde sind, nicht mal bekannte,
jedenfalls nur im wahrsten sinn des wortes, nicht in dem sinne, wie man es gebraucht, wir sind nichts von all dem, und mir fällt auch nicht ein, dass ich nur
noch ein paar cents guthaben habe, mir fällt generell nichts mehr vernünftiges ein, nur noch wahrheit, ohne stolz und angst, es ist der teil meines kopfes,
den ich normalerweise zum schweigen bringe, der jetzt nicht schweigt, denn hier ist alles rauch und wie gesagt, die mädchen weinen. es brennt sage ich als
das tuten aufgehört hat. wer ist da? wo bist du? sagst du
und du klingst nicht sehr überzeugt davon, dass das die richtigen fragen sind, ich sage nochmal dass es brennt, nicht weil ich keine antworten auf deine fragen habe aber
weil ich genausowenig von ihnen überzeugt bin. dann kommt ein bisschen stille, normalerweise würde ich das komisch finden aber mit dem ganzen rauch finde
ich es sehr normal, ein haus brennt, alles scheint normaler als das. dann sagst du, bist du sicher und ich weiß nicht wie du es meint, es gäbe da mindestens
drei verschiedene arten, wie du es meinen könntest, aber ich sage nur ja und
dann sagst du ruf deine eltern an und bevor ich mich fragen kann, ob ich mir das gut überlegt hab sage ich, kannst du mich bitte fragen, warum ich dich anrufe? und ich betone dabei dich, nicht warum.
und du sagst nein, natürlich, aber du legst nicht auf, denn ein haus brennt und da kann man nicht einfach auflegen. und ich sage es dann trotzdem, weil ich im
übertragenden sinn will dass du herkommst und an meiner tür klopfst und ich mache auf und sage nichts, und du kommst rein und setzt dich schweigend auf
mein bett und ich setz mich daneben und dann sitzen wir da. wenn ich die welt wäre, würde ich morgen untergehen, aus prinzip, einfach nur weil mich keiner
ernst nimmt. wenn ich die welt wäre,
hätte ich besser werbung gemacht für das ende, damit menschen nummern wählen und an türen klopfen und dinge sagen und lippen küssen und alles so wäre,
wie es eigentlich sein soll, weil man panik braucht, um ehrlich zu sein. aber mir ist klar, es bräuchte einen
richtigen weltuntergang um die welt zu retten und das ist die tragik der geschichte. die einzige hoffnung dabei ist, wenn schon nicht die große, dass irgendwann
vielleicht deine welt untergeht, oder meine,
und dann wählt vielleicht irgendjemand irgendeine nummer. die frage ist, lieber mit halbem herzen leben oder ehrlich untergehen. sage ich und lege auf.
Mittwoch, 19. Dezember 2012
7: für mama und papa



weil manche menschen ja kein facebook haben, zum beispiel meine eltern.
voila, das war mein erstes konzert. in einer kleinen wohnung in frankreich.
beleuchtet von der weihnachtsmarktstraßenbeleuchtung draußen und dem tannenbaum drinnen.
besucht von all den freunden, die ich in vier monaten gesammelt hab, und peter aus neuseeland, der einfach so kam.
illustriert von postkarten.
und veranstaltet von aaron und julia, ein doppelter glücksgriff, das hat sich in diesen verrückten tagen als sicher erwiesen, denn julia ist zu einem drittel schottisch verrückt und zu einem drittel deutsch klug und das letzte drittel ist französisch liebenswert, ein sehr guter mix. und aaron ist genauso schottisch und französisch, aber dazu kommt noch ein irländischer teil und daraus wird dann jemand, mit dem man stundenlang lachend in gebrauchtsachenladengerümpel stöbern kann und der lieder schreibt, die machen, dass ich einen film produzieren will, nur damit sie im abspann laufen.
und beide sind menschen, bei denen man einfach sein kann, um youtube videos anzugucken oder siedler von catan zu spielen oder how i met julia zu hören oder kekse zu backen.
danke ihr zwei, es war segen und bonheur und awesome euch kennenzulernen und aaron hat es auf den punkt gebracht:
ce soir, on fait rien, mais si tu veux rester ici... on va faire rien ensemble.
und das ist es doch, was wir alle suchen. menschen zum nichts zusammen machen.
alle fotos: julia o'neill, die ihr übrigens für hochzeiten engagieren könnt, falls jemand von euch heiraten will.
Dienstag, 18. Dezember 2012
7: piratenweisheit
et je ne sais plus si tu en vaux la peine. c'est plutôt dur d'en être certaine.
(coeur de pirate.)
(coeur de pirate.)
8: en concert
ich hab einen tag verpasst, aber ich brauchte ihn, um zu grinsen und dieses foto anzugucken. von links nach rechts: korea, elsass, neuseeland, toulouse, irland, southhampton, holland, frankreich, costa rika, und seltsamer weise haben mich alle verstanden. ich liebe diese tage.
photograph: julia o'neill. merci.
photograph: julia o'neill. merci.
Sonntag, 16. Dezember 2012
10: nicken.
nicht, dass ich irgendwas über kulturen weiß, geschweige denn über kultur, aber ist es nicht merkwürdig, du kannst mit menschen reden, die als kind dieselben fernsehsendungen geguckt haben, die genau die gleichen wörter wie du kennen, die das gleiche essen wie du und die gleichen radiosender hören, die die gleichen grauen november und ganz schönen sommer erlebt haben, du kannst mit ihnen reden und die worte kommen ungebremst bei ihnen an, ohne umwege. aber dann passiert etwas komisches, weil die worte nicht weiterkommen, weil sie nicht wirklich ankommen, sie prallen auf irgendetwas drauf und kommen zurück und ich merke immer sofort, wenn mich jemand nicht versteht. und ich hab gelernt, niemand versteht mich weniger als die menschen aus meinem eigenen land.
dagegen fangen andere augen an zu leuchten, wenn ich im buchladen meinen lieblingsautor hochhalte und wenn ich einen film erwähne, dann habt ihr ihn auch gesehen, obwohl ich sonst fast niemanden kenne, der den film auch liebt, und ihr mögt meine musik und ich weiß, dass ihr sie wirklich mögt, das ist keine deutsche höflichkeit, oder wenn man im seconhandladen gleichzeitig anfängt zu lachen, weil ihr sogar versteht was ich über mode denke, selbst wenn ich selbst keine ahnung hab, was ich darüber denke, oder dass jemand versteht, was ich über ein lied denke und was ein gutes lied ist und wie man vorgehen muss, dass jemand nickt und nickt und nickt. ich finde das unfassbar interessant, dass manche menschen sich verstehen, obwohl sie augenscheinlich nichts gemeinsam haben. irgendwas verbindendes muss es da geben, einen ausschlaggebenden punkt, ein drehmoment, ein detail. aber darüber mach ich mir später gedanken. jetzt genieß ich die heiße schokolade und den gedanken, dass wir für immer freundinnen bleiben und uns gegenseitig auf unseren kontinenten besuchen. und dass ich immer solche leute finden kann, was bedeutet, dass dem konzept der einsamkeit etwas entgegenzusetzen ist, und dem konzept des losziehens geholfen.
dagegen fangen andere augen an zu leuchten, wenn ich im buchladen meinen lieblingsautor hochhalte und wenn ich einen film erwähne, dann habt ihr ihn auch gesehen, obwohl ich sonst fast niemanden kenne, der den film auch liebt, und ihr mögt meine musik und ich weiß, dass ihr sie wirklich mögt, das ist keine deutsche höflichkeit, oder wenn man im seconhandladen gleichzeitig anfängt zu lachen, weil ihr sogar versteht was ich über mode denke, selbst wenn ich selbst keine ahnung hab, was ich darüber denke, oder dass jemand versteht, was ich über ein lied denke und was ein gutes lied ist und wie man vorgehen muss, dass jemand nickt und nickt und nickt. ich finde das unfassbar interessant, dass manche menschen sich verstehen, obwohl sie augenscheinlich nichts gemeinsam haben. irgendwas verbindendes muss es da geben, einen ausschlaggebenden punkt, ein drehmoment, ein detail. aber darüber mach ich mir später gedanken. jetzt genieß ich die heiße schokolade und den gedanken, dass wir für immer freundinnen bleiben und uns gegenseitig auf unseren kontinenten besuchen. und dass ich immer solche leute finden kann, was bedeutet, dass dem konzept der einsamkeit etwas entgegenzusetzen ist, und dem konzept des losziehens geholfen.
Samstag, 15. Dezember 2012
Freitag, 14. Dezember 2012
Donnerstag, 13. Dezember 2012
Mittwoch, 12. Dezember 2012
Dienstag, 11. Dezember 2012
Montag, 10. Dezember 2012
15: how to get rich
and with this new gained energy
i'll write some songs for a cd
and i'll commerzialize my love
and at least get rich
Sonntag, 9. Dezember 2012
Samstag, 8. Dezember 2012
17: kleine autobiographie
ich fühle mich immer schlecht, wenn ich so lange texte hier schreibe, weil ich denke, wer soll das lesen. aber gleichzeitig denke ich, es bringt dich vielleicht irgendwie weiter, weil es mich auch weitergebracht hat, und weil das hier nun mal mein ort ist und du freiwillig hier.
ich hörte schon viele sätze über mich, von alten freunden und besten bekannten, von menschen, die ich grade kennengelernt hab, von iranern, mit denen ich zufälligerweise auf dem boden saß und mit wassermalfarbe quatschbilder gemalt hab, von jemandem, mit denen ich früher auf dem boden saß und tracy chapman schallplatten gehört hab, und manchmal denke ich, sprichst du da wirklich von mir, wirke ich so, bin ich so, wie kommst du da drauf, meinst du mich, oder meinst du vielleicht eine andere version von mir, eine, die ich vorgebe zu sein, oder eine alte, die, die anders aussah, die mit den kurzen haaren, die ohne roten lippenstift, die, die die noch nicht zum surfen nach marokko geflogen ist, oder vielleicht meinst du die, die du siehst, nicht die, die ich bin, wenn mich niemand sieht, oder die, die du willst, dass ich sie bin, vielleicht sprichst du von der. ich weiß nicht, wie du darauf kommst, aber ich weiß auch, dass es egal ist, was du sagst und es ist sogar egal, wenn du eine falsche vorstellung von mir hast. du kannst sagen: tu est belle, oder du kannst sagen, ich interessier mich für dich, oder du kannst gar nichts sagen und damit sagen, dass du mich nicht brauchst, und es kann alles wahr sein und im nächsten moment alles falsch, und du kannst dich immer geirrt haben. ich freu mich, wenn jemand was nettes sagt, klar, aber das schönste was ich in letzter zeit gehört hab war: i NEVER would have thought it was you who was singing in there. weil man mich nicht gesehen hat, nur gehört, und deswegen nicht wusste, dass ich es war, man dachte, es wär eine von franks schallplatten. ich hätte niemals gedacht, dass du. das ist ein guter satz, den will ich öfters hören, weil das heißt, dass man grenzen sprengt, die andere um einen herum gezogen haben, und denen man wahrscheinlich normalerweise selbst auch glaubt. und besonders will ich den satz von mir selber hören, weil ich nicht länger gefangene sein will, sondern frei und wild und ok.
jemand hat letztens zu mir gesagt: ich wüsste gern, ob du dich gefunden hast. und ich sagte, dass ich das nicht weiß aber insgeheim dachte ich, scheiße, was wenn nicht, was, wenn ich keinen schritt weitergekommen bin. aber die sache ist die, letzten montag war ich plötzlich "an unknown songwriter from strasbourg, france" und ich dachte kurz, warte, das bin ich nicht, aber dann wurde mir klar, doch, das bin ich. das bin ich jetzt. ich hab seit tagen darüber nachgedacht, ich dachte daran, wie ich in eine stadt gezogen bin, ich der ich niemanden kannte und deren sprache ich nicht wirklich beherrsche, mit einer gitarre und einem notizbuch, wie ich eine andere stadt vermisse, wie ich menschen vermisse, die mit mir auf meinem balkon rumsaßen und dass ich solche menschen habe, ich dachte daran, dass ich eine familie hab von der ich endlich weiß, dass ich das größte glück der erde mit ihr gehabt hab. ich dachte daran, dass ich tagelang alleine in einem raum sein kann ohne mich zu langweilen und wie mich gleichzeitig brennend interessiert, warum jemand den iran verlassen hat und wie montreal ist und ob man in costa rica schlagsahne isst und dass ich es liebe, wenn ich interessante menschen kennenlerne, einfach nur mit jemandem zu reden und ihn zum abschied anzulächeln, ein lächeln unter vertrauten menschen, unter menschen, die sich kennen, und wie ich käse jetzt liebe, und wie mein lied mit der kontinentalplattenverschiebung die kanadierinnen so berührt hat, weil sie so weit weg von zuhause sind und wie ich plötzlich in einem wohnzimmer in frankreich saß und menschen, die ich vorher noch nie gesehen habe, lauthals start a band mitgesungen haben weil wir alle einfach für ein paar minuten beschlossen haben dass ich eine ernstzunehmende musikerin bin, und dass ich auf gar keinen fall noch die selbe bin und dass ich nicht mehr um mich selbst kreise, auch wenn ich das manchmal noch vorgebe zu tun, dass ich offen geworden bin für die welt, dass ich weitergekommen bin, in so vieler hinsicht, geografisch und emotional und was die länge meiner haare angeht, und vielleicht hab ich mich nicht vollends gefunden, aber, und um es abzukürzen, letzten montag hab in nachts in mein buch folgenden satz geschrieben, und so einen schreibe ich selten oder fast nie, und ich glaube er markiert eine art wendepunkt in meinem leben oder wenigstens in meinem kopf: kannst du bitte immer das mädchen sein, was du dich heute getraut hast zu sein. und da ist kein fragezeichen am ende dieses satzes, sondern ein mutiger und entschlossener punkt.
ich hörte schon viele sätze über mich, von alten freunden und besten bekannten, von menschen, die ich grade kennengelernt hab, von iranern, mit denen ich zufälligerweise auf dem boden saß und mit wassermalfarbe quatschbilder gemalt hab, von jemandem, mit denen ich früher auf dem boden saß und tracy chapman schallplatten gehört hab, und manchmal denke ich, sprichst du da wirklich von mir, wirke ich so, bin ich so, wie kommst du da drauf, meinst du mich, oder meinst du vielleicht eine andere version von mir, eine, die ich vorgebe zu sein, oder eine alte, die, die anders aussah, die mit den kurzen haaren, die ohne roten lippenstift, die, die die noch nicht zum surfen nach marokko geflogen ist, oder vielleicht meinst du die, die du siehst, nicht die, die ich bin, wenn mich niemand sieht, oder die, die du willst, dass ich sie bin, vielleicht sprichst du von der. ich weiß nicht, wie du darauf kommst, aber ich weiß auch, dass es egal ist, was du sagst und es ist sogar egal, wenn du eine falsche vorstellung von mir hast. du kannst sagen: tu est belle, oder du kannst sagen, ich interessier mich für dich, oder du kannst gar nichts sagen und damit sagen, dass du mich nicht brauchst, und es kann alles wahr sein und im nächsten moment alles falsch, und du kannst dich immer geirrt haben. ich freu mich, wenn jemand was nettes sagt, klar, aber das schönste was ich in letzter zeit gehört hab war: i NEVER would have thought it was you who was singing in there. weil man mich nicht gesehen hat, nur gehört, und deswegen nicht wusste, dass ich es war, man dachte, es wär eine von franks schallplatten. ich hätte niemals gedacht, dass du. das ist ein guter satz, den will ich öfters hören, weil das heißt, dass man grenzen sprengt, die andere um einen herum gezogen haben, und denen man wahrscheinlich normalerweise selbst auch glaubt. und besonders will ich den satz von mir selber hören, weil ich nicht länger gefangene sein will, sondern frei und wild und ok.
jemand hat letztens zu mir gesagt: ich wüsste gern, ob du dich gefunden hast. und ich sagte, dass ich das nicht weiß aber insgeheim dachte ich, scheiße, was wenn nicht, was, wenn ich keinen schritt weitergekommen bin. aber die sache ist die, letzten montag war ich plötzlich "an unknown songwriter from strasbourg, france" und ich dachte kurz, warte, das bin ich nicht, aber dann wurde mir klar, doch, das bin ich. das bin ich jetzt. ich hab seit tagen darüber nachgedacht, ich dachte daran, wie ich in eine stadt gezogen bin, ich der ich niemanden kannte und deren sprache ich nicht wirklich beherrsche, mit einer gitarre und einem notizbuch, wie ich eine andere stadt vermisse, wie ich menschen vermisse, die mit mir auf meinem balkon rumsaßen und dass ich solche menschen habe, ich dachte daran, dass ich eine familie hab von der ich endlich weiß, dass ich das größte glück der erde mit ihr gehabt hab. ich dachte daran, dass ich tagelang alleine in einem raum sein kann ohne mich zu langweilen und wie mich gleichzeitig brennend interessiert, warum jemand den iran verlassen hat und wie montreal ist und ob man in costa rica schlagsahne isst und dass ich es liebe, wenn ich interessante menschen kennenlerne, einfach nur mit jemandem zu reden und ihn zum abschied anzulächeln, ein lächeln unter vertrauten menschen, unter menschen, die sich kennen, und wie ich käse jetzt liebe, und wie mein lied mit der kontinentalplattenverschiebung die kanadierinnen so berührt hat, weil sie so weit weg von zuhause sind und wie ich plötzlich in einem wohnzimmer in frankreich saß und menschen, die ich vorher noch nie gesehen habe, lauthals start a band mitgesungen haben weil wir alle einfach für ein paar minuten beschlossen haben dass ich eine ernstzunehmende musikerin bin, und dass ich auf gar keinen fall noch die selbe bin und dass ich nicht mehr um mich selbst kreise, auch wenn ich das manchmal noch vorgebe zu tun, dass ich offen geworden bin für die welt, dass ich weitergekommen bin, in so vieler hinsicht, geografisch und emotional und was die länge meiner haare angeht, und vielleicht hab ich mich nicht vollends gefunden, aber, und um es abzukürzen, letzten montag hab in nachts in mein buch folgenden satz geschrieben, und so einen schreibe ich selten oder fast nie, und ich glaube er markiert eine art wendepunkt in meinem leben oder wenigstens in meinem kopf: kannst du bitte immer das mädchen sein, was du dich heute getraut hast zu sein. und da ist kein fragezeichen am ende dieses satzes, sondern ein mutiger und entschlossener punkt.
Freitag, 7. Dezember 2012
Donnerstag, 6. Dezember 2012
Mittwoch, 5. Dezember 2012
20: ein neues lied
für die sommersehnsucht, die einen beim aus dem fenster gucken in diesen tag überkommt, ob man will oder nicht.
Dienstag, 4. Dezember 2012
Sonntag, 2. Dezember 2012
23: ein zettel
danke miribiri aus b. meine theorie hinter dem zettel: "schreibe zwei dinge auf, die rein gar nichts mit einander zu tun haben." aber warum braucht man zwei klebestreifen um diesen zettel aufzuhängen, diese frage wird für immer offen bleiben.
Samstag, 1. Dezember 2012
24: über einen tag
fragst du dich das auch manchmal, am ende eines tages, was wollte dieser tag mir sagen?
heute hat mir gesagt, dass ich am glücklichsten bin, wenn ich schöne bilder an wände hänge und wenn ich ein tolles mädchen aus finnland kennenlerne, die mir dabei hilft, und wenn ich plastikfolie auf dem boden ausbreite, damit man dort malen kann, wenn ich möbel verrücke und wenn ich zwischendurch auf dem holzboden sitze und kekse esse und kaffee trinke, umringt von leinwänden und gitarren und papierstapeln und tesafilm, nur um plötzlich aufzuspringen, weil irgendjemand eine gute idee hat. heute sagte mir, dass dieses muckelig konzept einfach das beste ist und mit allen menschen funktioniert, solange es die richtigen sind, mit holländern und schotten und franzosen und engländern und koreanern und kanadierinnen, die alle nicht wissen, warum man überhaupt noch irgendetwas anderes macht als das. heute hat mir gesagt, dass das gefühl weggeht, dass die bessere party woanders stattfindet, wenn ich mir keinen interessanteren ort vorstellen kann als den, den ich grade erschaffe. dass eine sprache vielleicht am meisten verbindet, wenn kein beteiligter sie richtig kann und das wirft ein ganz neues licht auf kommunikation an sich. dieser tag hat viel gesagt und, franchement, dass sind die besten tage.
zugabe:
plus die tatsache, dass ich heute menschen aus 6 verschiedenen ländern zwei küsschen gegeben hab und sie mir auch und die tatsache, dass eine riesige, leere, weiße wohnung nach 8 stunden arbeit voll mit fotografie und malerei und poesie und comics und lichterketten ist und nur auf menschen wartet, die gucken und machen, und die tatsache, dass ich jetzt kaputt und glücklich bin und mich wochenlang nicht so effektiv und gut gefühlt hab, all dass sagt mir, dass vielleicht nur tage, die man anders geplant hatte so toll werden können, auch wenn es schwer ist, das zuzugeben.
heute hat mir gesagt, dass ich am glücklichsten bin, wenn ich schöne bilder an wände hänge und wenn ich ein tolles mädchen aus finnland kennenlerne, die mir dabei hilft, und wenn ich plastikfolie auf dem boden ausbreite, damit man dort malen kann, wenn ich möbel verrücke und wenn ich zwischendurch auf dem holzboden sitze und kekse esse und kaffee trinke, umringt von leinwänden und gitarren und papierstapeln und tesafilm, nur um plötzlich aufzuspringen, weil irgendjemand eine gute idee hat. heute sagte mir, dass dieses muckelig konzept einfach das beste ist und mit allen menschen funktioniert, solange es die richtigen sind, mit holländern und schotten und franzosen und engländern und koreanern und kanadierinnen, die alle nicht wissen, warum man überhaupt noch irgendetwas anderes macht als das. heute hat mir gesagt, dass das gefühl weggeht, dass die bessere party woanders stattfindet, wenn ich mir keinen interessanteren ort vorstellen kann als den, den ich grade erschaffe. dass eine sprache vielleicht am meisten verbindet, wenn kein beteiligter sie richtig kann und das wirft ein ganz neues licht auf kommunikation an sich. dieser tag hat viel gesagt und, franchement, dass sind die besten tage.
zugabe:
plus die tatsache, dass ich heute menschen aus 6 verschiedenen ländern zwei küsschen gegeben hab und sie mir auch und die tatsache, dass eine riesige, leere, weiße wohnung nach 8 stunden arbeit voll mit fotografie und malerei und poesie und comics und lichterketten ist und nur auf menschen wartet, die gucken und machen, und die tatsache, dass ich jetzt kaputt und glücklich bin und mich wochenlang nicht so effektiv und gut gefühlt hab, all dass sagt mir, dass vielleicht nur tage, die man anders geplant hatte so toll werden können, auch wenn es schwer ist, das zuzugeben.
Montag, 26. November 2012
kaumzuglaubenaberwarso
also,
es gibt
keine zeit,
und espace,
ähm, raum,
genau,
gibt es auch
nicht.
ja,
ist schlimm.
eine begegnung mit einem siebzigjährigen physiker, der deutsch war, bis die franzosen kamen und dessen muttersprache elsässisch ist, unter hundertjährigen duschköpfe, umgeben von art deco oder kubismus oder jugendstil.
ein guter tag.
Montag, 19. November 2012
fragen an mich und dich und euch alle
"Have you got heart? Have you got soul?
Have you got anything at all?
Do you know passion? Do you know pain?
Have you got the courage to try again?
Are you in it for the money? Are you in it for the love?
Do you know what you’re dreaming of?
Cause the end is getting nearer every day."
Have you got anything at all?
Do you know passion? Do you know pain?
Have you got the courage to try again?
Are you in it for the money? Are you in it for the love?
Do you know what you’re dreaming of?
Cause the end is getting nearer every day."
Luke Leighfield.
Samstag, 17. November 2012
alarm
feueralarm um 01:57 und 300 verschlafene studenten müssen ihre betten und zimmer und flure verlassen und dann stehen sie alle frierend unten vor dem gebäude und rauchen erstmal eine zigarette bis der alarm aufhört und alle wieder reingehen. komische nacht.
Mittwoch, 14. November 2012
Magic Garden
1. wer findet das alles hier immer uncool und kannst du mir sagen ob du generell alles uncool findest oder nur die einzelnen sachen alle uncool sind?
2. tausend dank an m. für dieses foto. es vereint meine beiden passionen: steine und zettel und deswegen ist es einmalig. und es kommt aus spanien. vamos a la playa.
Dienstag, 13. November 2012
warum ich davon überzeugt bin, dass ich die besten freundinnen der welt habe und das nicht nur eine floskel ist sondern wirklich so.
te. weil ich weihnachten nicht abwarten kann, wenn wir mit meinem hund zu bank laufen und danach zu dir nach hause gehen und tkkg spielen und tödliche schokolade in 10 minuten schaffen, weil wir einfach profis sind. da fällt mir ein. tomb raider. wir müssen unbedingt mal aus venedig raus ins nächste level. weg von diesen hunden und zacken mit blut und booten mit männern mit maschinengewehren. und weil du weißt wo ich herkomme und zwar auf die straße genau. weil wir zusammen aufgewachsen sind.
ja. weil keiner wie du mein zweites ich kennt, dass, was ich mir aussuchen konnte, als ich von zuhause weggezogen bin, weil du in dem jahr warst, in dem wir zugenommen haben. an gewicht, aber auch an geschmack, an erfahrung, an guter musik, an kunst, an selbstreflektion, an fragen und an echtem spaß, an guten nächten und lustigen tagen. weil wir zusammen die ersten wichtigen entscheidungen getroffen haben. was für mädchen wollen wir sein. weil wir zusammen weitergewachsen sind und weiterwachsen. und weil du mich verstehst, und meistens die sachen gut findest, die ich auch gut finde und das ist einfach cool.
ka. weil niemand so weise ist wie du, was meine fragen und meinen glauben angeht, wie du mich durchschaust, wie du mir hilfst mit deinen sätzen. wie du nachts mit einem messer auf mich losgegangen bist. das vergess ich nicht. wie du auf dem sofa lagst, unter einer decke, und als ich die tür aufgeschlossen hab, bist du aufgesprungen. warte, oder war ich das unter der decke und du kamst rein? oder war alles ganz anders? ich weiß es nicht mehr, aber was ich noch weiß ist die küche und die momente, wenn ich nach hause kam und mich aufs sofa fallen ließ und du kamst dazu und hast dich auch fallen lassen. und es ist einfach das größte für mich, dass du dich mit mir seufzend fallen lässt, nicht nur im wörtlichen sinne, auch metaphorisch. weil wir zusammen versuchen, in der kleinen stadt erwachsen zu sein.
jo. und du, die hin und wieder, für eine nacht im auto oder für zehn tage in marokko oder für 4 stunden bei skype in mein leben einfällt und mit mir immer wieder die selben fragen bespricht. weil wir nicht weiterkommen. aber wir kommen immer tiefer zum kern. und wir brauchen nie zeit zum warm werden, keine einzige sekunde glaube ich und das ist was besonderes.
be. weil du mir eine inspiration bist, mit deiner disziplin, die du dir auferlegst, um weiterzukommen. mit deiner kreativität, die nie chaotisch ist, sondern immer nur schön. mit deinem sinn für das ästhetische leben, dem du auf der spur bist wie keine andere. weil du schreiend und nackt mit mir in den see sprangst und alle meine traurigen briefe last und wenn ich vergangenheitsformen benutze dann nur, weil ich hoffe, dass bald wieder zeiten kommen, die anders sind als jetzt.
sa. weil du mir widersprichst. weil du sagst: aber effi. weil du anders bist als ich und wir trotzdem freundinnen sind, weil wir in gott verbunden sind., was auch immer das heißt und wie auch immer das funktioniert. weil du weißt, wogegen ich kämpfe und weil du mir mit deinen wunderschönen hellgraugrünen augen dabei zu siehst und den kopf ein bisschen schüttelst, weil ich es mir so schwer mache. es tut gut, von dir gemocht zu werden, auf deine begeisterte und kopfschüttelnde art, du kannst dir gar nicht vorstellen wie sehr und ich hoffe, du weißt, dass ich dich genau so gerne mag, auch wenn meine augen nur normal grün sind und ich manchmal nicht daran denke, dass auch du schwache momente haben könntest und hilfe brauchst. für mich bist du einfach die stärkste.
so. die zweitstärkste. die, mit der ich alles teile, sogar meine gene und meine haarstruktur. kleiner und größer zugleich und solange ich zurückdenken kann, warst du immer da. und wir wenn wir uns streiten, dann weil wir uns lieben und das ist etwas, was ich erst kürzlich gelernt hab, dass es das zeichen größter harmonie ist, wenn man so streiten kann wie wir, weil man weiß, der andere bleibt in deinem leben und du kannst ihn anschreien oder auslachen oder kleinmachen oder beleidigen wie du willst, es ändert nichts daran, dass ihr zusammengehört. und außerdem backst du diesen leckeren chocolate cheece cake und bist immer so witzig.
fe. und jetzt grade bekam ich noch nachricht von einem, der ganz klar auch in diese liste der besten freunde gehört. weil ich dir doch gesagt hab, dass man straßenlaternen austreten kann und weil wir das natürlich bald machen können. so oft du willst. aber ich werde jedesmal sagen: siehst du, ich hab doch gesagst, dass das geht. und weil du gute fragen stellen kannst, wenn du willst, aber meistens willst du nicht und das ist auch gut. und weil wir uns natürlich noch kennen, daran ändern doch so ein paar monate in einem anderen land nichts. das gilt übrigens für euch alle. und das jetzt auch. ich hab euch unendlich lieb. und ich entschuldige mich für den puren kitsch, der dieser text ist.
ja. weil keiner wie du mein zweites ich kennt, dass, was ich mir aussuchen konnte, als ich von zuhause weggezogen bin, weil du in dem jahr warst, in dem wir zugenommen haben. an gewicht, aber auch an geschmack, an erfahrung, an guter musik, an kunst, an selbstreflektion, an fragen und an echtem spaß, an guten nächten und lustigen tagen. weil wir zusammen die ersten wichtigen entscheidungen getroffen haben. was für mädchen wollen wir sein. weil wir zusammen weitergewachsen sind und weiterwachsen. und weil du mich verstehst, und meistens die sachen gut findest, die ich auch gut finde und das ist einfach cool.
ka. weil niemand so weise ist wie du, was meine fragen und meinen glauben angeht, wie du mich durchschaust, wie du mir hilfst mit deinen sätzen. wie du nachts mit einem messer auf mich losgegangen bist. das vergess ich nicht. wie du auf dem sofa lagst, unter einer decke, und als ich die tür aufgeschlossen hab, bist du aufgesprungen. warte, oder war ich das unter der decke und du kamst rein? oder war alles ganz anders? ich weiß es nicht mehr, aber was ich noch weiß ist die küche und die momente, wenn ich nach hause kam und mich aufs sofa fallen ließ und du kamst dazu und hast dich auch fallen lassen. und es ist einfach das größte für mich, dass du dich mit mir seufzend fallen lässt, nicht nur im wörtlichen sinne, auch metaphorisch. weil wir zusammen versuchen, in der kleinen stadt erwachsen zu sein.
jo. und du, die hin und wieder, für eine nacht im auto oder für zehn tage in marokko oder für 4 stunden bei skype in mein leben einfällt und mit mir immer wieder die selben fragen bespricht. weil wir nicht weiterkommen. aber wir kommen immer tiefer zum kern. und wir brauchen nie zeit zum warm werden, keine einzige sekunde glaube ich und das ist was besonderes.
be. weil du mir eine inspiration bist, mit deiner disziplin, die du dir auferlegst, um weiterzukommen. mit deiner kreativität, die nie chaotisch ist, sondern immer nur schön. mit deinem sinn für das ästhetische leben, dem du auf der spur bist wie keine andere. weil du schreiend und nackt mit mir in den see sprangst und alle meine traurigen briefe last und wenn ich vergangenheitsformen benutze dann nur, weil ich hoffe, dass bald wieder zeiten kommen, die anders sind als jetzt.
sa. weil du mir widersprichst. weil du sagst: aber effi. weil du anders bist als ich und wir trotzdem freundinnen sind, weil wir in gott verbunden sind., was auch immer das heißt und wie auch immer das funktioniert. weil du weißt, wogegen ich kämpfe und weil du mir mit deinen wunderschönen hellgraugrünen augen dabei zu siehst und den kopf ein bisschen schüttelst, weil ich es mir so schwer mache. es tut gut, von dir gemocht zu werden, auf deine begeisterte und kopfschüttelnde art, du kannst dir gar nicht vorstellen wie sehr und ich hoffe, du weißt, dass ich dich genau so gerne mag, auch wenn meine augen nur normal grün sind und ich manchmal nicht daran denke, dass auch du schwache momente haben könntest und hilfe brauchst. für mich bist du einfach die stärkste.
so. die zweitstärkste. die, mit der ich alles teile, sogar meine gene und meine haarstruktur. kleiner und größer zugleich und solange ich zurückdenken kann, warst du immer da. und wir wenn wir uns streiten, dann weil wir uns lieben und das ist etwas, was ich erst kürzlich gelernt hab, dass es das zeichen größter harmonie ist, wenn man so streiten kann wie wir, weil man weiß, der andere bleibt in deinem leben und du kannst ihn anschreien oder auslachen oder kleinmachen oder beleidigen wie du willst, es ändert nichts daran, dass ihr zusammengehört. und außerdem backst du diesen leckeren chocolate cheece cake und bist immer so witzig.
fe. und jetzt grade bekam ich noch nachricht von einem, der ganz klar auch in diese liste der besten freunde gehört. weil ich dir doch gesagt hab, dass man straßenlaternen austreten kann und weil wir das natürlich bald machen können. so oft du willst. aber ich werde jedesmal sagen: siehst du, ich hab doch gesagst, dass das geht. und weil du gute fragen stellen kannst, wenn du willst, aber meistens willst du nicht und das ist auch gut. und weil wir uns natürlich noch kennen, daran ändern doch so ein paar monate in einem anderen land nichts. das gilt übrigens für euch alle. und das jetzt auch. ich hab euch unendlich lieb. und ich entschuldige mich für den puren kitsch, der dieser text ist.
Montag, 12. November 2012
7%
die letzte umfrage hat mich begeistert, also, was ihr angekreuzt habt. weil das ja vielleicht representativ ist, für alle menschen, und ich glaube, wir wollen alle mal alles sagen, aber wenn die chancen allgemein so stehen, bin ich zufrieden mit der welt. hier der endstand:
was wir eigentlich sagen wollen
lass mich (15%)
wir sind was (38%)
du interessierst mich nicht (7%)
danke (38%)
da ist nichts (23%)
ich seh dich (30%)
was wir eigentlich sagen wollen
lass mich (15%)
wir sind was (38%)
du interessierst mich nicht (7%)
danke (38%)
da ist nichts (23%)
ich seh dich (30%)
Dienstag, 6. November 2012
nach ostkreuz
ein zettel von diesem großen mädchen, dass mich manchmal denken lässt, was sie wohl grade denkt, was sie wohl grade erschafft und manchmal, in schwachen momenten denke ich so was wie, würde t das jetzt schön finden, ich gebe es zu, sie ist beeindruckend und so nett und ich blicke auf zu menschen, die alles im griff haben und trotzdem frei und schön und mutig sind.
Montag, 5. November 2012
Dienstag, 30. Oktober 2012
schatten von bergen
schatten von bergen
auf tälern aus schnee
und licht auf zurück
gezogenen seen
die luft bleibt weg
jemand zeigt auf die alpen
grüner wald weißer boden
und überall atem
begrabene spuren
vergessene angst
klein fühlen körper
und geister sich an
kein geschmack keine farbe
keinerlei ton
ich spür die entfernung
um alles herum
(oct. 2012, les vosges)
Donnerstag, 25. Oktober 2012
gestrüpp
das hat mich ins nachdenken gebracht. ich hab einen platz, wo ich manchmal sitze um zu gucken und zu sein, wasser und licht, abends besonders, und bäume in allen entfernungen und allen größen, viele farben und so weiter. ein gebäude dominiert, es ist wichtig glaube ich, ich weiß nicht allzuviel darüber, aber es wehen viele fahnen davor und es gibt sicherheitskameras und menschen mit umhängeschildern gehen rein und raus und es hat eine eigene tramstation, und es ist riesengroß, richtig groß. aber so wichtig kann es auch nicht sein, denn sonst interessiert sich niemand dafür und es interessiert sich auch niemand für mich, wenn ich ganz dicht daran vorbei renne, wenn ich stehen bleibe und in die fenster gucke oder es kurz anfasse oder millionen fotos von den bäumen mache, die sich im fenster spiegeln, denn das ist gebäude eigentlich, ein riesiges fenster, und an der tramstation steigt nie jemand ein oder aus, im prinzip ist es allen egal. und da ist mir aufgefallen, dass komischerweise oft die wichtigen dinge egal sind und ich immer auf die kleinen sachen gucke, die sich in den großen dingen spiegeln. nicht, dass häuser wichtiger wären als bäume, ich meine ja nur. vielleicht wäre es gut, besser unterscheiden zu können, was wichtig ist und was nicht. was vom wahren ablenkt, und was das wahre ist, vielleicht so in die richtung. und dass vielleicht alles ein bisschen leichter wäre, wenn man das wüsste. und noch etwas ist mir aufgefallen, als ich das alles betrachtete, fenster und bäume und wasser, es ist nur, ich erkenn mich nicht wieder, nicht im spiegel und nicht auf meinem ipod. wer soll diese musik hören? ich erkenn mich nicht wieder in den wegen, die ich zurücklege und in den reisen, auf die ich mich nicht begebe, ich erkenne irgendjemanden, in der isolation ist das so üblich, aber ich erkenne nicht das mädchen von früher. das passt alles nicht zusammen schätze ich. es gibt zu viele sätze in zu vielen sprachen, ich komme nicht auf einen nenner, ich finde ihn einfach nicht, was mich angeht. ich sitze hier, wasser, bäume, fenster, ich denke an mich und an das was mir fehlt, an alles, was ich nicht sein kann, an alles, was es geben könnte, was denkbar wäre, an städte, an so was wie berufe, ich sehe immer wieder diese wohnung vor meinem inneren auge, ich kann nicht anders, ich denke an keaton, der ein lied für soko schreibt und an soko, die ein lied für keaton schreibt, ich denke an dinge und wörter und erinnerungen, ich hab so viele fragen, aber niemanden, dessen antwort mich interessiert, zum beispiel, wenn leute fragen, was dich grade beschäftigt, was erzählst du ihnen dann, das würde ich unglaublich gerne wissen, ich weiß nur nicht, von wem. es ist alles so wie es ist, und die sehnsucht und die vorsätze und das, von dem man denkt, dass es existieren würde, wenn bedingungen erfüllt sind, das gibt es nicht, es ist alles so, wie es ist, sonst wäre es anders. nicht die angst trennt uns, oder die zeit oder die entfernung, das ist alles quatsch, da ist nichts, was uns trennt, und zwar weil es das auf der anderen seite nicht gibt, würde es existieren, wäre es hier. macht das sinn? ich finde schon. und noch etwas, es ist viel leichter zu denken, es muss alles anders werden, und komplimente sind schön aber was bringen sie wirklich und wer hat jemals eine wahre antwort auf wie gehts dir gefunden und was mache ich mit diesem chaos, ich kann doch nicht ständig ein gedicht schreiben oder ein lied oder so etwas wie das hier, wenn mein kopf sie nicht alleine filtern kann, die welt. und im endeffekt können sätze es dann auch nicht klären, alles bleibt wildes gestrüpp und wer bis jetzt gelesen hat kann sich vorstellen, warum ich immer so lange dort sitze, wasser, bäume, fenster. weil ich einfach nicht aufstehen kann.
Dienstag, 23. Oktober 2012
absent
dass ich in frankreich bin, vergesse ich manchmal kurz und dann versteh ich immer kurz die welt nicht mehr, wenn jemand anfängt, auf französisch mit mir zu reden oder wenn ich einen zettel finde.
Sonntag, 21. Oktober 2012
Freitag, 19. Oktober 2012
über schrift
denk nicht daran welche sätze es gibt
hör auf zu schreiben wie irgendwer schrieb
sing keinen ton der nicht da bleiben kann
lösch jedes wort das nicht unbeirrt klang
tief musst du graben dort ist was du brauchst
wenn du was findest entgrabe es auch
glaub dir dass jeder satz jeden berührt
glaub mir dass jemand das gleiche verspürt
finde heraus was die seele empfand
kreise um alles was sonst schnell verschwand
schau durch motive guck hinter den schmerz
trau deinem kopf nicht erst recht nicht dem herz
lass es verworren schönheit ist roh
keine belege es reicht einfach so
tu als ob eh keiner zuhören wird
hoffe das niemand sich hierhin verirrt
sing keinen ton der nicht da bleiben kann
lösch jedes wort das nicht unbeirrt klang
tief musst du graben dort ist was du brauchst
wenn du was findest entgrabe es auch
glaub dir dass jeder satz jeden berührt
glaub mir dass jemand das gleiche verspürt
finde heraus was die seele empfand
kreise um alles was sonst schnell verschwand
schau durch motive guck hinter den schmerz
trau deinem kopf nicht erst recht nicht dem herz
lass es verworren schönheit ist roh
keine belege es reicht einfach so
tu als ob eh keiner zuhören wird
hoffe das niemand sich hierhin verirrt
und vergiss satzzeichen
(foto: place de la république, september 2012)
(foto: place de la république, september 2012)
Dienstag, 16. Oktober 2012
Samstag, 13. Oktober 2012
1310
auf meinem balkon rumhängen und wikipedia artikel vorlesen oder zwischendurch zum fernseher gucken weil 400 meter hürden kommt oder auf dem bordstein auf die pizza warten oder sterne betrachten, aus plastik oder echte, ganz egal, oder kniffel spielen oder ins feuer gucken oder sören den schmied besuchen, kassiopaia finden, kanu fahren oder katamaran, oder ein bisschen kopfsprung lernen oder im schlauchboot sitzen oder auf deinem lenker mitfahren oder filme gucken, deren namen ich immer durcheinander werfe und die ich nicht richtig verstanden hab, auch wenn ich behaupte, ah achsoooo ok alles klar, oder in der kneipe radau machen, weil man bei kniffel trinken muss oder die sternschnuppe, die du verpasst hast und an die ich jetzt schon nicht mehr glauben würde, wenn ich nicht wüsste, dass du dich aufregen würdest wenn ich behaupte, dass es keine sternschnuppen gibt oder mit der gang tanzen, auch wenn sonst niemand tanzt oder in der sonne am auto lehnen während unsere freunde ketchup kaufen oder hundertausendmeter frei fallen oder grillen auf dem wasser und zwar wort-wört-lich oder morgens ans meer fahren und abends zurück oder konzerte im radio hören oder nächtelang das wikipediaspiel spielen oder eine dokumentation über rinder anschauen, die von australien nach china verschifft werden oder alles andere, das letzte jahr war kerl noch mal toll und du warst immer mit auf den fotos von den schönsten momenten, happy birthday, felix.
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