Freitag, 21. November 2014

eine geschichte über ein herz

das herz hat nie im takt geschlagen,
im gegenteil, es sträubt sich,
es scheint in sich hineingekehrt
duckt sich dort unentwegt.
hin und wieder wankt das herz
noch hält sich’s auf den beinen
jeder wind ist ihm gefahr,
es droht mir, umzukippen.
nur schwierig ist es aufzurichten,
es lässt nicht mit sich reden,
man kann es lediglich berührn,
begreifen kann man nicht.
es hätte gerne seine ruhe,
es wehrt sich unentwegt,
wild schlägt es um sich, immer zu,
und weiß nicht, was es will.
das herz ist wütend abgedampft,
zieht sich in sich zurück,
es lässt die jalousinen runter
weil es sich nichts verspricht.
die haut darum wird langsam dünn, 
und ich kann nicht umhin,
das herz, mein herz, es kämpft sich ab,
ich glaub, es häutet sich.
es lässt das alte fell zurück
schließt jede klappe zu
es wendet sich von allem ab
was herzen traurig macht.
mein herz, es schluckt den schlüssel runter
es reißt sich jetzt zusammen
es lächelt seine zukunft an
mein herz nimmt sich ein herz.
mein herz hat einen freund gefunden
ein herz aus treuem gold,
das weder sich beirren lässt
noch wirre tränen scheut.
das herz, es kann von glück nur sprechen
es tut, was herzen tun,
mein herz hat nie im takt geschlagen
es ist ein freestyleherz.