Sonntag, 27. Oktober 2013

Samstag, 26. Oktober 2013

verissen


danke marina. hat sie mir auf dem weg zum bus gefunden. 

Dienstag, 22. Oktober 2013

windjagen.

brauchen und gebraucht werden. dass wir sowieso alle kein bisschen individuell sind und dass es streng genommen gar kein ich gibt, vielleicht wenn überhaupt ein mich, das ist mir schon klar, die frage ist nur noch, brauchen wir uns, oder vereinnahmen wir uns, oder sind wir abhängig voneinander oder ist das alles das gleiche. oder ist es ein gutes brauchen, freundschaft ist, wenn man befreundet ist, wie man als teenager befreundet war, ich bin mit meinem plümo die straße runtergerannt, um bei dir zu übernachten und wir lagen den ganzen abend in der hängematte und haben geredet, ich frage mich, worüber wir geredet haben, denn wir kannten um die 25 personen und sahen uns jeden tag, worüber haben wir immer geredet? heute, wenn wir uns sehen, oder wenn wir reden oder wenn wir nicht reden, brauchen wir nur den applaus von einander, geht es darum, oder brauchen wir das gefühl, dass wir irgendwo etwas abladen können, geht es überhaupt um uns, oder nutzen wir uns aus? verbrauchen wir einander, der existenz willen? bist du ersetzbar, bin ich es? wie ist es so gekommen, dass wir jetzt hier sind und wo war der schritt von der fremdheit zu dem hier, wie überschreitet man diese grenze, die zwischen essen gehen und nichts zusammen tun, seid wann rufen wir uns an, wenn uns zum heulen zu mute ist und schätze ich es genug, dass die möglichkeit besteht und dass du abheben wirst und dann was sagst, und kann dieses gefühl in mir endlich still sein, das mir alles madig macht, was anzweifelt, dass man zurecht zufrieden sein darf und das alles durch den dreck zieht und das am liebsten den turm umschmeißen und irgendwo hinziehen will, wo niemand weiß, wer ich bin, vielleicht nach montreal, wo mich niemand braucht und ich es mir nicht leisten kann, jemanden zu brauchen, wo überglücklich keine möglichkeit ist, sondern ein weit entfernter traum. aber ich verwechsle schon wieder freiheit mit unabhängikeit und ich versteh nicht, woher das kommt, ich vermute von rilke, dieser appell in mir, der einsamkeit fordert und langsam, aber sicher nervös wird. denn einsamkeit braucht niemanden, oder?

Samstag, 12. Oktober 2013

heute punkt eins





  

danke an meinen papa für diesen passenden zettel. ich mach mich dann mal ran.

Dienstag, 8. Oktober 2013

es muss weitergehen



mir ist nicht danach, aber das interessiert niemanden, die zeit rennt mir davon, in gewissem maße, es fällt auseinander, schwindel, langsam endet der sommer, auch gefühlsmäßig, der nebel fällt mit den blättern und ich sitze in der bibliothek, blick auf das schloss, anstatt auf berge oder see oder schluchten oder weiten, ich war monatelang nur draußen, so fühlt es sich an, und jetzt fühlt es sich an wie ein gefängnis, mein terminkalender hat mich eingeschlossen und den schlüssel runtergeschluckt und die visionen haben kaum platz zum atmen, ich trau mich gar nicht mehr zu träumen, weil ich keine zeit für die träume hab, würde morgen ein traum vor mir stehen und mir auf die schulter klopfen, ich müsste ihm sagen, komm mitte november, da hab ich einen termin frei für dich. 
das ist die rache des überglücklichen sommers, das unglück danach ist fühlbar schlimmer. der herbst, der tod, der druck, der stress, der traurige anblick eines schlosses, umgeben von parkenden autos.

es fehlt die lösung für einen vernebler. danke fabian für diesen zettel.