Mittwoch, 7. Januar 2015

eine art rundbrief

alle reden von neujahr, aber für mich geht hier was zu ende.
ich schreibe diese vorerst letzte arbeit und ich ertappe mich dabei, wie ich mich verabschiede, wie sogar etwas in mir jubelt, zum letzten mal, zum letzten mal. das jubeln zeigt mir, was ich will, das war schon immer so. im letzten jahr hab ich so viel erlebt, das glaubt ihr nicht. 
das schönste war vielleicht alles mit fefa, weil es nichts bessseres gibt als mit deiner besten freundin über die autobahn zu fahren, im alten auto von deinem opa, und gestern habt ihr was erlebt und heute erlebt ihr wieder was. 2014 waren wir in 8 tagen in 8 städten, wir haben in ehemaligen kühlhallen, auf einem straßenfest in barcelona, auf unserem lieblingsfestival, in der kneipe nebenan, in einem flammkuchenrestaurant und dreimal in berlin gesungen. ach. 
das schönste war vielleicht der urlaub. im winter und im sommer. das zelten hat konkurrenz bekommen vom schnee. mit den kräften am ende sein war noch nie so schön wie im backyard.
in polen sein, so nah und so fremd, loszufahren ohne zu wissen, wohin, einfach nur, weil katja da hin will und weil wir noch nie da waren. kann man machen. ich bin herumgekommen. 
das schönste war vielleicht der sommer am kanal, wie jedes jahr. 
das schönste war vielleicht, mein herz hat sich was getraut. es hat eine entscheidung stattgefunden, das kann wehtun, aber das hat auch glücklich gemacht. das ist es, was ich wurde, ein entschiedener mensch, und ich musste von so manchem menschen und zeiten scheiden im letzten jahr, die verletzung schlimm und hat mich monatelang im griff gehabt, ich wünschte, manche dinge hätte ich mir nicht anhören müssen, ich wünschte, es wäre alles anders gekommen denn es ist ein großer teil von mir weggebrochen, und geblieben ist viel luft um nichts. aber wir, wir haben mich fester im griff, ein glück.
das schönste war vielleicht die woche, in der du dir jeden tag was anderes für mich überlegt hast und ich bin ins auto gestiegen, ohne zu wissen, wohin du mich fährst. das schönste war vielleicht, als ich den anker werfen durfte und du mit mir kopfsprung geübt hast. 
das schönste war, das kleine lied darüber, wie ich auf einem festival spiele, auf einem festival zu singen, weil ich wusste, es gibt einen plan, und wenn ich ihn mir selbst ausgedacht hab. 
ich weiß nicht was das schönste war, es ist mir auch egal, die hauptsache war, dass man lebte, das war die hauptsache. 

danke fürs zuhören, mitlesen, anrufen, aufnehmen, begleiten, beglückwünschen, besuchen, fürs treu sein, auch wenn hier grad nicht so viel los ist. 

bald mehr.